China und Europa – Sonderausstellungen

Im Rahmen des deutsch-chinesischen Kulturprogramms, das in diesem Jahr aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China begangen wird, zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin sechs Sonderausstellungen zum großen Themenkreis „China und Europa“. Die faszinierende Vielfalt der Präsentationen reicht von Objekten der frühen Hochkulturen Chinas über die chinesische Porträtmalerei der Ming- und Quing-Dynastie bis zu den Wechselbeziehungen China und Europas am Beispiel des Sommerpalastes in Peking, der Fotografie zur Zeit der chinesischen Kulturrevolution und dem aktuellen chinesischen Grafikdesign. 

Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin: „Ich freue mich, dass wir dieses Jubiläum zum Anlass nehmen können, mit den herausragenden Beständen unserer Sammlungen nicht nur die enge Verbundenheit unserer Einrichtungen zu unterstreichen, sondern auch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie dem Shanghai Museum, dem Palace Museum in Beijing und dem Sommerpalast in Peking festigen zu können.“

Schriftbilder – Bilderschrift. Chinesisches Plakat- und Buchdesign heute

3. März – 28. Mai 2017, Kulturforum, Kunstbibliothek
Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin und des Museum Folkwang, Essen / Sammlung Deutsches Plakat

Die Ausstellung gewährt einen ersten umfassenden Einblick in die junge Szene des Grafikdesign, die sich in China und Hongkong in den letzten 20 Jahren etabliert und wachsende internationale Anerkennung erlangt hat. Internationale Bildsprachen sind in diesen Arbeiten mit der Tradition kalligraphischer Schriftkultur verbunden und haben eine eigene chinesische Moderne hervorgebracht. Über 150 Plakate und Bücher von rund 50 Designern aus den verschiedensten Regionen Chinas werden präsentiert.

Vis à vis. Asien trifft Europa

April 2017 – April 2019, Staatliche Museen zu Berlin
Eine Sonderpräsentation des Kunstgewerbemuseums und des Museums für Asiatische Kunst 

Das Museum für Asiatische Kunst hat Anfang Januar 2017 seine Pforten in Dahlem geschlossen, um die Neuaufstellung im Humboldt Forum vorzubereiten – Gelegenheit, eine erlesene Auswahl seiner Bestände innerhalb der ständigen Ausstellung des Kunstgewerbemuseums zu präsentieren. Dabei treten die Werke beider Museen im Rahmen von fünf thematischen Diskursen in einen assoziativen Dialog und geben Aufschluss über einen Jahrhunderte währenden Transfer von Materialien, Techniken, Formen und Motiven. Die Präsentation wird etappenweise ab April 2017 eingerichtet und ist ab November 2017 im gesamten Umfang zu sehen.

Ägypten. Wege zweier Hochkulture

 6. Juli – 3. Dezember 2017, Staatliche Museen zu Berlin  in Kooperation mit dem Shanghai Museum
Eine Sonderpräsentation des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung

Die Kulturen Ägyptens und Chinas zeichnen sich durch eine Jahrtausende lange Geschichte und Tradition aus. Die Ausstellung zeigt nun erstmalig altägyptische und altchinesische Kunstschätze nebeneinander. Zeitlich reicht die Spanne der rund 300 ausgestellten Werke von 4500 v. Chr. bis in die Griechisch – Römische Zeit (332 v. Chr. bis 313 n. Chr.). Durch den direkten Vergleich der Hochkulturen wird den Besuchern vor Augen geführt, dass beide Gesellschaften die Entwicklung der Menschheitsgeschichte maßgeblich prägten. 

Kulturrevolution und Fotografie. Eine neue Perspektive auf 50 Jahre chinesischer Fotografiegeschichte

18. August 2017 – 7. Januar 2018, Museum für Fotografie
Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch e.V. (GeKA e.V.)

Die Ausstellung eröffnet den Blick auf eines der faszinierendsten und zugleich wenig erforschten Kapitel der Fotografiegeschichte: die Folgen der chinesischen Kulturrevolution auf die aktuelle chinesische Kunst- und Fotografie-Szene. Sie zeigt zum einen die Instrumentalisierung der Fotografie für die Durchsetzung der Ziele der Kulturrevolution von 1966-1976. Historische Aufnahmen bilden das Fundament für die Arbeiten aktueller Fotografen und Künstler, die Massengruppenporträts, Passbilder oder Pressebilder bedeutender Ereignisse transformieren und in gegenwärtige Bildsprachen übersetzen. Damit verhilft die historische Perspektive zu einem besseren Verständnis der zeitgenössischen chinesischen Kunst.

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