Hauptstadtfußball: Von Fans für Fans

Hanne Sobek als Nationalspieler im Kopfballduell mit einem österreichischen Verteidiger in seinem achten
Länderspiel, 1931.
© ullstein bild

Wenn am 25. Juli 2017 Hertha BSC seinen 125. Geburtstag feiert, ist das runde Jubiläum für das Stadtmuseum Berlin ein willkommener Anlass, sich mit einer Sonderausstellung  dem facettenreichen Thema »Hauptstadtfußball« zu widmen. Beim Tag der offenen Tür am 26. Juli öffnet im Museum Ephraim-Palais die große Sonderausstellung  ihre Pforten. Auf drei Etagen des Museums erwartet die Besucher elf  spannende Kapitel Berliner Fußballgeschichte.

Rund um die Geschichte der Hertha können Fußballbegeisterte packende Kapitel der Berliner Sport- und Stadtgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen nacherleben. Zudem werden Fragen  beleuchtet wie: Was treibt Aktive bei Wind und Wetter auf den Rasen- oder Aschenplatz? Was zieht Fans Woche für Woche auf die Zuschauerränge? Wie steht es um den Frauen- und Mädchenfußball in Berlin? Wie stark ist die Integrationskraft des Fußballs? Auch über die wechselvolle Geschichte der Stadt gibt es dabei viel zu erfahren.

Heute ist die in West-Berlin beheimatete Hertha die Nummer eins der Hauptstadt, gefolgt vom Ost-Berliner Lokalrivalen Union Berlin. Doch Kenner der Szene wissen: Die Berliner Fußball-Landkarte setzt sich aus mehr als 400 Vereinen zusammen, bevölkert von 150.000 Mitgliedern des Berliner Fußball-Verbands und gesprenkelt von zahllosen Bolz- und Kunstrasenplätzen sowie Fankneipen aller Bundesligaclubs. Diese bunte Mischung macht den Hauptstadtfußball so einmalig.

Natürlich spielt die Beziehung zwischen Hertha und ihren im Laufe der Jahre wechselnden Lokalrivalen in der Ausstellung eine zentrale Rolle – ob auf dem Platz oder außerhalb davon. Darüber hinaus werden wichtige Persönlichkeiten vorgestellt – vom jüdischen Mannschaftsarzt Hermann Horwitz über Hertha-Star Johannes »Hanne« Sobek bis zur brasilianischen Spielmacherlegende Marcelinho. Und: Auch die Fans werden nicht vergessen, denn was wäre der Fußball ohne seine begeisterten Anhänger? So werden in der Ausstellung auch ganz persönliche Fußball-Objekte zu sehen sein, die von Fans als Leihgabe zur Verfügung gestellt worden sind.

Tag der offenen Tür:
26.07.2017 | 12 – 20 Uhr
MUSEUM EPHRAIM-PALAIS
Poststraße 16 | 10178 Berlin