Jubiläumskonzert in der Staatsoper

Am 13. Februar feiert das Internationale Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden, das von der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung gefördert wird, sein zehnjähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert im Apollosaal. Zahlreiche ehemalige Mitglieder werden auftreten, darunter u. a. Gal James und Viktor Rud, die zu den ersten Stipendiaten gehörten, sowie Elsa Dreisig, Evelin Novak, Narine Yeghiyan, Annika Schlicht, Kyungho Kim, Abdellah Lasri, Jonathan Winell, Gyula Orendt, Alin Anca und Fernando Javier Radó. Das Programm umfasst u. a. Arien und Duette aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Giacomo Puccini und Engelbert Humperdinck sowie Lieder von Gustav Mahler und Richard Wagner. Die musikalische Leitung, als Dirigent wie als Pianist, übernimmt Alexander Vitlin, es spielen Adrian Heger (Klavier), Marilyn Barnett (Harmonium), Mitglieder der Staatskapelle Berlin sowie Mitglieder der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin.

Das Internationale Opernstudio wurde zur Spielzeit 2007/08 auf Initiative von Daniel Barenboim ins Leben gerufen und wird seit nunmehr zehn Jahren von Dirigent, Pianist und Sängercoach Boris Anifantakis geleitet. Das zweijährige Ausbildungsprogramm dient dem Ziel, junge Künstler intensiv auf eine Karriere im Musiktheater vorzubereiten. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, bei Produktionen der Staatsoper in kleinen und mittleren Partien mitzuwirken. Daneben erhalten sie Meisterkurse, Workshops und wöchentlichen Unterricht, der u. a. aus Partienstudium, Ensemblesingen, szenischem Unterricht, Bewegungs- und Improvisationstraining sowie Stimm- und Fremdsprachen-Coaching besteht. Nach ihrer Zeit im Opernstudio haben viele Mitglieder an renommierten Opernhäusern Fuß gefasst und Karriere gemacht; einige von ihnen wurden in das Sängerensemble der Staatsoper Unter den Linden aufgenommen, so etwa Evelin Novak, Gyula Orendt, Narine Yeghiyan und in dieser Spielzeit Elsa Dreisig. Ko-Intendant Matthias Schulz, dem die Nachwuchsförderung ein besonderes Anliegen ist, kündigte an, das Opernstudio in Zukunft weiter stärken zu wollen und setzte sich u. a. dafür ein, dass die Kapazität des Studios zu Beginn dieser Spielzeit um drei Plätze auf insgesamt neun Sängerinnen und Sänger erweitert wurde. Im Apollosaal finden regelmäßig öffentliche Meisterkurse mit den aktuellen Mitgliedern des Opernstudios statt – der nächste ist am 7. März um 16 Uhr unter der Leitung von Deborah Polaski.

Daniel Barenboim: »Wir alle sind Liz Mohn und ihrer Stiftung außerordentlich dankbar für ihr Engagement, ist doch ein Opernstudio die beste Investition in die künstlerische Zukunft eines Opernhauses, die man sich vorstellen kann.«