Törtchenzeit

Frau Meissner und der Graf auf der Suche nach der süßen Verführung

Leckere Törtchen mit Blick auf den Gendarmenmarkt.
Leckere Törtchen mit Blick auf den Gendarmenmarkt.

Wenn man, wie meine Bekannte aus dem Grunewald und ich, mit einer Tortengabel im Mund geboren ist, muss man wenigstens einmal im Leben im „the whole world of chocolate“ – bei Fassbender & Rausch – ein Törtchen gegessen haben. Ich wollte damit sagen, dass man nicht zum Tortenesser wird, sondern ein Tortenesser ist. Denn „ohne Torte und Gebäck hat das Leben keinen Zweck“.

Törtchen im Rausch-Schokoladen-Café.
Törtchen im Rausch-Schokoladen-Café.

Wir überquerten also Berlins schönsten und beliebtesten Platz: den Gendarmenmarkt mit bewegter Geschichte, entstanden schon 1688. Unser Ziel: das Schokoladenhaus.

Durch eine riesige Verkaufshalle, vollgepackt mit Schokoladen der Extraklasse, ging es mit dem Fahrstuhl in die erste Etage. Dort betraten wir, freudig überrascht, ein typisches Kaffeehaus mit Blick auf den sonnenbeschienenen Gendarmenmarkt und untermalt mit dem typischen Klappern der Tortengabeln – unserem Lieblingsgeräusch!

Joelle probiert die Weiße Schokoladensinfonie.
Joelle probiert die Weiße Schokoladensinfonie.

Wir nahmen an einem schönen Tisch am Fenster Platz. Madame bestellte aus dem breiten Törtchenangebot die „Weiße-Schokoladen-Sinfonie“ aus weißem Schokoladen-Mousse mit Himbeeren auf hellem Biskuit. Meine Wenigkeit hatte passend das „Gentleman‘s Minitörtchen“, bestehend aus saftigem Biskuit mit Bitterschokoladen-Ganache und Aprikosenkonfitüre in Bitterschokolade. Dazu zwei Cappuccini. Wir waren freudig überrascht, dass jeweils ein kleines Glas Leitungswasser zum Cappuccino serviert wurde.

Für den Grafen natürlich das Gentlemans Minitörtchen.
Für den Grafen natürlich das Gentlemans Minitörtchen.

Mein Blick auf Madams Gesicht sagte mir: Allerhöchste Zufriedenheit! „Eine wahrhafte Sinfonie…“, hauchte sie nur. Auch bei mir im Mund taten meine Geschmackspapillen so, als sei gerade ihr Messias eingetroffen.

Bedient wurden wir von ausgesprochen sehr nettem und zuvorkommendem Personal (wenn man einmal von dem unschönen Vorfall auf der Damentoilette meiner Bekannten mit der Toilettenfrau einmal absieht, die sich ihr gegenüber wie ein tollwütiger Wischmop aufgeführt hat).

Glücklich und schokoladenrauschig standen wir nach einer Weile wieder auf dem sonnendurchfluteten Gendarmenmarkt und überlegen nun, in welches Café uns unser nächster Ausflug führt.

Rausch Schokoladenhaus Berlin
Charlottenstraße 60, 10117 Berlin

Text und Fotos: Joelle Meissner und Lo Graf von Blickensdorf