26. Juli 2026
Brancusi, Ausstellungsansicht, Neue Nationalgalerie. Foto: Neue Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz /David von Becker

Brancusi-Ausstellung steuert auf Besucherrekord zu

Die Sonderausstellung „Brancusi“ in der Neuen Nationalgalerie entwickelt sich zu einem der größten Publikumserfolge der vergangenen Jahre. Bis zum Ende der Laufzeit am 9. August werden mehr als 300.000 Besucher erwartet. Damit wäre die Schau die erfolgreichste Ausstellung des Museums seit der viel beachteten Gerhard-Richter-Retrospektive im Jahr 2012. Die zehn Besucher, die symbolisch die Marke von 300.000 Gästen erreichen, erhalten zum Abschluss einen Ausstellungskatalog als Erinnerung.

Seit ihrer Eröffnung am 20. März präsentiert die Ausstellung in Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris mehr als 150 Werke des rumänisch-französischen Bildhauers Constantin Brancusi. Es handelt sich um die erste umfassende Werkschau des Künstlers in Deutschland seit mehr als 50 Jahren. Noch nie zuvor waren in Berlin so viele Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Dokumente des Wegbereiters der modernen Bildhauerei an einem Ort zu sehen.

Mit Werken wie dem „Vogel im Raum“, der „Schlafenden Muse“ oder den berühmten abstrahierten Tier- und Menschenfiguren gilt Brancusi als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Seine reduzierte Formensprache beeinflusste Generationen von Künstlern und prägt die moderne Skulptur bis heute. Die Berliner Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in sein Schaffen und zeigt die Entwicklung seiner einzigartigen künstlerischen Handschrift.

Der große Besucherzuspruch spiegelt auch die internationale Strahlkraft der Ausstellung wider. Die enge Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou hat zahlreiche Kunstinteressierte aus dem In- und Ausland nach Berlin geführt. Für die Neue Nationalgalerie ist der Erfolg zugleich ein Beleg für die wachsende Bedeutung des Hauses als Ausstellungsort internationaler Spitzenkunst.

Zum Abschluss der Ausstellung erweitert das Museum am 7. und 8. August seine Öffnungszeiten auf jeweils 10 bis 20 Uhr. An beiden Tagen führt Museumsdirektor und Co-Kurator Klaus Biesenbach persönlich jeweils morgens und abends durch die Ausstellung. Ergänzend bieten die Co-Kuratorinnen Maike Steinkamp und Nikola Richolt mehrere Kurzführungen an, die einen kompakten Einblick in Brancusis Werk vermitteln.

Auch Familien kommen zum Finale auf ihre Kosten. Auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie findet der kostenlose Workshop „Endlos stapeln“ statt, bei dem Kinder spielerisch eigene Skulpturen entwickeln können. Wer den Museumsbesuch entspannt ausklingen lassen möchte, kann die Außenbar nutzen, die an beiden Tagen geöffnet ist.

Bereits vor dem Ausstellungsende sorgen mehrere Sonderveranstaltungen für zusätzliche Angebote. Beim „Brancusi Date Night Special“ erhalten Besucher an ausgewählten Abenden neben dem Ausstellungseintritt auch Getränke und eine kleine Überraschung. Zudem lädt die Reihe Volkswagen Group Art4All am 6. August bei freiem Eintritt zu Kurzführungen, Gesprächen mit Kunstvermittlern und Mitmachangeboten im Open Studio ein. Unter dem Motto „Sculptures in Motion“ können Besucher dort neue, bewegungsorientierte Zugänge zu Brancusis Skulpturen entdecken.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris und wird von den Freunden der Nationalgalerie unterstützt. Die Schirmherrschaft haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Rumäniens Präsident Nicușor Dan übernommen. Mit ihrem außergewöhnlichen Erfolg setzt die Schau einen neuen Meilenstein in der Geschichte der Neuen Nationalgalerie.

Brancusi, Ausstellungsansicht, Neue Nationalgalerie.
Foto: Neue Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz /David von Becker