Die Staatsoper Unter den Linden bekommt ein neues Matineeformat: Im Apollo-Salon wird der gleichnamige Saal künftig an neun Sonntagvormittagen der Saison zum Treffpunkt für Musik, Gespräche und Begegnungen. Künstler der Staatskapelle Berlin und des Ensembles treffen dabei auf Gäste aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Gemeinsam mit der Dramaturgie der Staatsoper geben sie Einblicke in ihre Arbeit und verbinden musikalische Beiträge mit Gesprächen und persönlichen Perspektiven.
Zum Auftakt am 18. Oktober 2026 steht das Liedschaffen von Richard Strauss im Mittelpunkt. Generalmusikdirektor Christian Thielemann spricht gemeinsam mit Chefdramaturg Detlef Giese über einen Werkbereich, dem Thielemann seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren besondere Aufmerksamkeit widmet.
Die Beschäftigung mit Strauss ist dabei größer angelegt: Sämtliche Orchesterlieder des Komponisten sollen im Rahmen der Symphoniekonzerte der Staatskapelle Berlin unter Thielemanns Leitung erklingen. Der erste Apollo-Salon greift dieses Projekt auf und widmet sich unter anderem den berühmten Vier letzten Liedern.
Im Mittelpunkt des Vormittags steht die Frage, was die Musik von Richard Strauss auszeichnet und welche Bedeutung seine Lieder innerhalb seines Schaffens haben. Thielemann und Giese sprechen über die musikalische Sprache des Komponisten und den besonderen Charakter seiner Liedkompositionen. Dazu kommen weitere musikalische Beiträge, die das Gespräch ergänzen.
Nach dem offiziellen Programm bleibt der Apollo-Salon seinem Namen verpflichtet: Das Publikum ist eingeladen, mit den Mitwirkenden ins Gespräch zu kommen und Eindrücke und Fragen direkt auszutauschen. So soll der historische Apollosaal nicht nur zum Konzertort, sondern auch zu einem Raum für persönliche Begegnungen und den Austausch über Musik werden.
Für die Staatsoper ist der Apollo-Salon damit ein neues Format zwischen Matinee, Konzert und Gespräch. An insgesamt neun Sonntagen soll der Blick über die reine Aufführung hinausgehen und Raum dafür schaffen, Künstler und ihre Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
