Friedrichswerdersche Kirche öffnet

Präsentation der Alten Nationalgalerie ab 2020

Die Sanierung der von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Friedrichswerderschen Kirche ist abgeschlossen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird das Kirchengebäude ab dem zweiten Quartal 2020 wieder als Ausstellungsraum für die Alte Nationalgalerie nutzen und dort eine auch international ausgerichtete Ausstellung zur Skulptur der Schinkelzeit präsentieren.

Jahrelange Sanierungsarbeiten
Die Friedrichswerdersche Kirche öffnet ihre Pforten.
Die Friedrichswerdersche Kirche öffnet ihre Pforten.
Foto: Rolf Handke/pixelio.de

Rund sieben Jahre war das Kirchengebäude nur von außen erlebbar, weil das Entstehen neuer Bauwerke in der unmittelbaren Nachbarschaft gravierende Schäden an der zwischen 1824 und 1930 erbauten Kirche verursacht hatte, die vom Boden bis zur Decke reichten. Die Nachbarin, die Bauwert AG, hat schließlich das Kirchengebäude wieder stabilisiert, um weiteren Schaden abzuwenden. Auch wurde die Nachbarbebauung von der Bauwert AG mit Rücksicht auf die unvergleichliche Ausleuchtung des Kircheninnenraums in wesentlichen Teilen unmittelbar neben den westlichen Seitenfenstern niedriger ausgeführt, als es die Bauplanung zugelassen hätte.

Vereinbarung zur Nutzung

Nun ist das Kirchengebäude in seiner Eignung als Museum für Skulpturen vollständig wiederhergestellt. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dankt der Kirchengemeinde in der Friedrichstadt und der Evangelischen Kirche für die Bereitschaft, das Kirchengebäude für die Staatlichen Museen zu Berlin zur Verfügung zu stellen. Die Vereinbarung gilt für zunächst mindestens fünf Jahre. Er betont: „Das gute Zusammenwirken zwischen Kirchengemeinde und Stiftung Preußischer Kulturbesitz in den Zeiten der Wiederherrichtung lässt hoffen, dass auch langfristig eine Nutzung des Kirchengebäudes sowohl als Museum wie auch für Gottesdienste denkbar ist.“


Karl Friedrich Schinkel beschäftigte sich als Stadtplaner mit der historischen Mitte Berlins. Seine zahlreichen städtebaulichen Umbaumaßnahmen trieb er mit dem Ziel voran, die Ansicht Berlins nachhaltig zu verbessern.

Von ihm entworfen und zwischen 1824 bis 1830 fast zeitgleich mit dem Alten Museum erbaut, ziert die Friedrichswerdersche Kirche den Werderschen Markt in Berlin. Als Dependance der Alten Nationalgalerie beherbergte sie bis 2012 eine Auswahl an Skulpturen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zugleich bot sie auch Raum für zeitgenössische Kunst.

Beim Bau eines nur dreieinhalb Meter entfernten Luxuswohnblocks wurde die denkmalgeschützte und aufwändig restaurierte Kirche schwer beschädigt. Wegen Einsturzgefahr musste das Baudenkmal 2012 geräumt werden und ist seither nicht zugänglich*.

*Quelle: www.preussischer-kulturbesitz.de