Futurium: Die Welt von morgen heute erleben

Mit einer großen Eröffnungsfeier wird das Futurium am 5. September 2019 seinen Betrieb starten. Direkt an der Spree, zwischen Hauptbahnhof und Reichstagsgebäude, lädt das Haus der Zukünfte zu einem Blick in die Welt von morgen ein. Wir vom Magazin MITTE bitte! haben hingeschaut.

Mit dem Futurium erhält Berlin ein interdisziplinär arbeitendes Haus der Zukünfte im Herzen der Stadt. Besucher aller Altersgruppen sind eingeladen, sich mit unterschiedlichen Zukunftsentwürfen – Zukünften – auseinanderzusetzen. Das Futurium soll Raum geben für Visionen und Ansätze aus Wissenschaft und Forschung für die Lösung zentraler Zukunftsherausforderungen. Im Kern geht es dabei immer um die Frage „Wie wollen wir leben?“

Dafür stehen auf mehr als 5.000 Quadratmetern eine Ausstellung, das Futurium Lab und ein Veranstaltungsforum zur Verfügung. Der Eintritt in das Haus ist in einer dreijährigen Testphase bis Ende 2022 kostenfrei.

Das Futurium am Spreebogen in der Nähe des Hauptbahnhofes.
Das Futurium am Spreebogen in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Dr. Stefan Brandt, Direktor des Futuriums: „Das Futurium versteht sich als offener Ort des gesellschaftlichen Austauschs über Zukunftsfragen. Wir möchten möglichst viele Menschen mit Zukunftsthemen in Verbindung bringen und sie zur Zukunftsgestaltung ermutigen. Umso mehr freuen wir uns über die Entscheidung, in den ersten drei Jahren den Eintritt kostenfrei zu gestalten. Damit wird das Haus für alle Interessierten unabhängig von ihrer finanziellen Situation zugänglich. Dem Leitgedanken des Futuriums Zukunft geht uns alle an können wir damit in besonderer Weise gerecht werden.“

In der Ausstellung im Obergeschoss steht in drei großen „Denkräumen“ das künftige Verhältnis zur Technik, zur Natur und zum Menschen selbst im Mittelpunkt. Roboter-Menschen, begrünte Hochhäuser, gemeinschaftliche Ökonomien: Es gibt unendliche Möglichkeiten, über Zukunft nachzudenken. Die Ausstellung wird unterschiedliche Entwürfe vorstellen und diskutieren: Wie möchten wir künftig arbeiten und wohnen? Wie wollen wir mit dem technischen Fortschritt umgehen und ihn aktiv gestalten? Welche ethischen und sozialen Konsequenzen sind mit neuen Entwicklungen verbunden? Wie können wir uns individuell entfalten und zugleich nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen wirtschaften?

Das Foyer als zentraler Informationsort.
Das Foyer als zentraler Informationsort.
Fotos: Schnepp Renou

Das Futurium Lab im Untergeschoss ist ein Ort zum Experimentieren, Mitmachen und Selberentwickeln. Hier gibt es eine Zukunftswerkstatt mit 3D-Druckern, Lasercuttern, CNC-Fräse und Roboterarmen. Im Showcase werden interaktive und phantasievolle Installationen zu den Themen Bio-Design, Zukunftsarchitektur oder Künstliche Intelligenz präsentiert. Auch für Workshops und spielerisches Entwickeln von Zukunftswissen steht das Lab zur Verfügung. Dunkel eingefärbter Sichtbeton, schwarzer Gussasphaltboden und ein Deckenraster aus 126 Leuchtschirmen verleihen diesem sechs Meter hohen Raum unterhalb des Spreepegels eine ganz besondere Atmosphäre.

Der öffentlich zugängliche Skywalk auf dem Dach ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Aufzug erreichbar und läuft einmal komplett um das gesamte Dach. Er bietet den Gästen des Hauses spektakuläre Ausblicke auf den Berliner Stadthorizont von der Reichstagskuppel bis zum Fernsehturm. Mit seiner Geometrie sammelt das Dach das komplette Regenwasser gleich einem Auffangbecken. Es wird am tiefsten Punkt abgeleitet, in einer Zisterne gesammelt und für die Gebäudekühlung eingesetzt. Außerdem nutzen Kollektoren die regenerative Energie der Sonne, um damit große Teile des Eigenenergiebedarfs des Hauses abzudecken.

Der Eröffnungstermin steht fest. Am Abend des 5. September 2019 öffnet das Futurium seine Türen. Der offiziellen Eröffnungsfeier folgt ein umfangreiches Repertoire am Wochenende vom 6. bis 8. September 2019, bei dem sich das Haus mit all seinen Facetten präsentieren wird: mit der Zukunftsausstellung in den drei Dimensionen Mensch – Natur – Technik, dem Futurium Lab zum Ausprobieren und Mitmachen sowie einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

Schnittperspektive des Futurium
Schnittperspektive des Futurium.
Foto: Richter Musikowski