Geschichte Berliner U-Bahnhöfe

Underground Architecture: Berliner U-Bahnhöfe 1953–1994 in der Dauerausstellung der Berlinischen Galerie

Noch bis zum 20. Mai zu sehen: Sachlich-schlichte Eleganz, knallig bunter Pop und historisierende Kathedralarchitektur: Die zwischen 1953 und 1994 entstandenen Berliner U-Bahnhöfe prägen mit ihrer unverwechselbaren, der Nachkriegs- und Postmoderne verhafteten Gestaltung bis heute die tägliche Lebenswelt der Berliner. Zunächst von tiefgreifender Umgestaltung bedroht, stehen heute dank des Einsatzes einer jungen Generation von Wissenschaftlern, Fotografen und Filmschaffenden 27 von 82 dieser unterirdischen Bauwerke unter Denkmalschutz.

Ausstellung über U-Bahnhöfe in der Berlinischen Galerie, © Berlinische Galerie
Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte U-Bahnhof Schloßstraße, Bahnsteig, 1974, Berlinische Galerie
© Berlinische Galerie

Die Berlinische Galerie nimmt dies zum Anlass, erstmals Einblicke in Konzepte und Entstehungsgeschichten ausgewählter U-Bahnhof-architekturen zu geben. Vor dem Hintergrund der geteilten Stadt und der 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten zeigen etwa die Beispiele der Bahnhöfe Tierpark, Schloßstraße und Rathaus Spandau, wie sich die Sonderrolle Berlins als Schauplatz eines anhaltenden Ost-West-Konflikts auch auf deren Gestaltung auswirkte. Als Teil der Dauerausstellung verdeutlichen auf 100 Quadratmetern rund 60 Exponate die entstandene formale Vielfalt der Berliner U-Bahnarchitektur und ihr Potential als kulturelle Identifikationsorte.

Die Ausstellung läuft in Kooperation mit: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Historisches Archiv der BVG, Initiative Kerberos, Landesarchiv Berlin, Landesdenkmalamt Berlin, Deutsches Technikmuseum Berlin. Sie wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.