29. Juni 2022
Eine neue Dauerausstellung wird im Mitte Museum gezeigt.

Mitte Museum lädt zur Dauerausstellung

Das Mitte Museum lädt am Sonntag, den 5.12.21, von 13:30 bis 19 Uhr ein, die neue Dauer­ausstellung „Gewachsen auf Sand“ zu entdecken und gemeinsam den 2. Advent und Chanukkah zu feiern. Unter anderem wird Fritz Backhaus, Abteilungsdirektor Sammlungen des Deutschen Historischen Museums, über regionalhistorische Museen in Berlin im Vergleich zu den „großen Einrichtungen“ referieren.

In Themenräumen werden bekannte und weniger bekannte Aspekte aus Geschichte und Gegenwart des Berliner Bezirks Mitte präsentiert.

Zudem blickt Susanne Weiß, Kuratorin und Co-Leiterin der ifa-Galerie Berlin, zurück auf die Interimsausstellung „Wer wir sind und was wir tun“. Das Büro für Wissensarchitekturen „hneun“ erörtert die Gestaltungskonzeption der neuen Dauerausstellung.

Im Anschluss wird der Leiter des Museums, Nathan Friedenberg, ab ca. 16 Uhr den Besucher:nnen Chanukkah vorstellen. Acht Lichter werden an einem Chanukkiah im Hof erleuchten. Bei hebräischen Liedern, vorgetragen von Jossif Gofenberg, wird das an Chanukkah traditionelle Gebäck Sufganiyot (Berliner Pfannkuchen) gereicht.

Es gilt die 2G-Regel. Kontaktdaten werden erhoben. Ein digitaler Nachweis einer Impfung oder der Genesung ist erforderlich. Ein Ausdruck des QR-Codes wird auch akzeptiert. Um Wartezeiten zu verkürzen, wird um Anmeldung gebeten: info@mittemuseum.de


Gewachsen auf Sand

Mitte Museum
Pankstraße 47
13357 Berlin
030 46 06 01 90
info@mittemuseum.de
SONNTAG BIS FREITAG 10–18 UHR

Im Bezirk Mitte liegt der Ursprung Berlins. Auf märkischem Sand errichtet, wuchsen hier im 14. Jahrhundert die beiden Städte Cölln und Berlin zu einer Doppelstadt zusammen. Im 19. Jahrhundert wurden Teile des heutigen Bezirks zu einem Zentrum der Industrie. Ab 1871 saß hier die Zentralverwaltung des deutschen Kaiserreichs. Industrialisierung und Bevölkerungswachstum ließen Berlin zur zeitweilig drittgrößten Stadt der Welt aufsteigen. Besonders im heutigen Bezirk Mitte sind die damals entstandenen Infrastrukturen, Straßenraster und Gebäudekomplexe noch heute allgegenwärtig und vertraut. Es folgten faschistische Planungen des NS-Zeit, Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs und Abrisse in der geteilten Stadt oder Neubauten nach der Wiedervereinigung: Jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Die Ausstellung „Gewachsen auf Sand“ erzählt daher vom Wechselspiel der Kräfte, die den urbanen Raum der Berliner Mitte formen, auflösen und immer wieder neu entstehen lassen. Sie versammelt Beispiele aus Stadtplanung, Stadtgesellschaft und Stadtkultur der letzten 250 Jahre.