28. Februar 2024
Blick in den Muskauer Park.

Muskauer Park: Die schönsten Bilder in Berlin

Im Studiensaal des Kupferstichkabinetts sind am 24. März 2023 vierzehn Aquarelle von Carl Graeb zu sehen, die den Muskauer Park im 19. Jahrhundert zeigen. Die Pop-up-Ausstellung wird von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr im Studiensaal des Kupferstichkabinetts gezeigt – nur für einen Tag.

Erstmals werden ausgewählte Exemplare aus dem verschollen geglaubten, 2018 wiederentdeckten Aquarellzyklus mit Ansichten des Muskauer Parks des preußischen Hofmalers Carl Graeb (1816-1884) im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin präsentiert. Die vierzehn Kunstwerke zeigen teilweise bislang unbekannte Motive des Muskauer Parks im Moment seiner Blüte, im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Nicht nur die detailgetreue Wiedergabe der Motive fasziniert – in besonderem Maße wirken hier die Farben, mit denen Graeb unterschiedliche Lichtstimmungen der Parklandschaft auf die Leinwand bannte und welche die Bilder noch heute buchstäblich zum Leuchten bringen.

Den Auftrag zur Herstellung der Kunstwerke erhielt Graeb von Friedrich von Oranien-Nassau, Prinz der Niederlande, der die Muskauer Standesherrschaft 1846 erworben hatte und das von Hermann Fürst von Pückler-Muskau konzipierte Landschaftskunstwerk in dessen Sinne weiterentwickelte.

Eine Sensation für die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ war 2018 die unverhoffte Wiederentdeckung des Muskauer Konvoluts mit 74 Aquarellen, welches 2022 dank der Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, der Kulturstiftung der Länder, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Freistaats Sachsen, des Fördervereins Fürst-Pückler-Park Bad Muskau sowie einer Reihe kleinerer Spender aus der Region in den Sammlungsbestand der Stiftung überführt werden konnte.

Blick von der Mausoleumsterrasse in den Muskauer Park.
Blick von der Mausoleumsterrasse.
Fotos: Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ / Wolfgang Thillmann

In Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie der Sächsischen Staatskanzlei und der Landesvertretung des Freistaats Sachsen beim Bund werden die vierzehn ausgewählten Motive in einer Pop-up-Ausstellung am Donnerstag, den 23. März 2023 um 19.30 Uhr im Studiensaal des Berliner Kupferstichkabinetts gezeigt.

Im Anschluss können die Aquarelle in kleinen Gruppen besichtigt werden. (Um Anmeldung für den Bad-Muskau-Abend am 23. März wird gebeten bis zum 21. März 2023 per E-Mail an kommunikation@hv.spk-berlin.de.)

Am Freitag, den 24. März 2023 – und nur dann – steht dann der Studiensaal des Kupferstichkabinetts allen Besucherinnen und Besuchern von 10 bis 16 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.


Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten