Die Staatsoper ist wieder zurück

Die sanierte Staatsoper auf dem Bebelplatz.
© Gordon Welters

Eine der wichtigsten Kultur-Baustellen Berlins hat ein Ende: Die Staatsoper Unter den Linden eröffnet nach langjähriger Sanierung und feiert dies am 3. Oktober 2017 mit einer Musiktheaterpremiere. Nach einem »Präludium« bis zum 7. Oktober mit einer weiteren Vorstellung und Konzerten werden sich die Türen allerdings noch einmal für einige Wochen schließen, um dann ab dem 7. Dezember 2017, pünktlich zum 275. Jubiläum des Opernhauses, ihren regulären Spielbetrieb aufzunehmen. Dies soll den Bauenden die Möglichkeit geben, nach ersten Erfahrungen mit Aufführungen nachzujustieren sowie der Staatsoper die notwendige Vorbereitungszeit für den Beginn des Regelbetriebs zu verschaffen.

Kultursenator Klaus Lederer freut sich über die Eröffnung: „Mit der Sanierung des baulichen Ensembles wird Historisches ins Heute transferiert, wird Altes bewahrt und gleichzeitig Neues gewagt.“ Die aufwendigste Sanierungsmaßnahme in der Geschichte der Staatsoper fand seit 2010 statt, die Berliner Staatsoper bespielte seitdem das Schiller Theater in Charlottenburg.

45.000 Zuschauer beim Staatsoper für alle-Konzert.
Foto: Thomas Bartilla

Der erste Akt der feierlichen Neueröffnung fand mit dem jährlichen STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert auf dem Bebelplatz statt. Mehr als 45.000 Musikbegeisterte – so viele Besucher wie nie – kamen diesmal, um mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim den Auftakt des PRÄLUDIUMS zur Wiedereröffnung gemeinsam zu feiern. Unter freiem Himmel erklang auf dem Bebelplatz Beethovens 9. Sinfonie mit Diana Damrau (Sopran), Okka von der Damerau (Mezzosopran), Burkhard Fritz (Tenor) und René Pape (Bass) als Gesangssolisten sowie dem Staatsopernchor, einstudiert von Chordirektor Martin Wright. Im Anschluss an das Konzert wurde die Staatsoper Unter den Linden mit einer eigens produzierten Videoprojektion bespielt – in Kooperation mit dem Festival of Lights. Die 3D-Videoprojektion führt in fünf Minuten durch die reiche 275-jährige Geschichte des Hauses und illustriert in spektakulären Bildern die Transformation der Oper von 1742 bis heute. Für die Realisation konnte der namhafte Medien- und Lichtkünstler Andreas Hauslaib mit seinem Team gewonnen werden.