Einmal selbst eine Skulptur gestalten, Materialien ertasten oder einem Restaurator bei der Arbeit über die Schulter schauen: Zum 122. Geburtstag lädt das Bode-Museum am Sonntag, 18. Oktober, zum Familienfest ein. Von 10 bis 18 Uhr wird das Museum auf der Museumsinsel zum Mitmachort für Groß und Klein. Der parallel stattfindende Tag der Restaurierung bietet Einblicke in die oft verborgene Arbeit hinter den Kunstwerken. Als Geburtstagsgeschenk kostet der Eintritt an diesem Tag nur sieben statt 14 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kommen kostenlos hinein.
Auf dem Programm stehen kreative Workshops, Führungen und kleine Entdeckungsreisen durch die Sammlung. In der Kindergalerie können Kinder zwischen 11 und 17 Uhr eigene Skulpturen aus Wachs gestalten. Beim Fühlparcours geht es darum, verschiedene Materialien mit den Händen zu erkunden und mehr über ihre Verwendung bei der Herstellung und Restaurierung von Kunstwerken zu erfahren. Ein Materialquiz und ein Glücksrad sorgen für zusätzliche Unterhaltung. Bei „Nahbares Rares!“ können Familien gemeinsam mit Kuratoren historische Originale entdecken.
Auch die Zauberei kommt nicht zu kurz: Allison Wonder bringt den Gobelinsaal um 12.30 und 15.30 Uhr mit ihrer Show zum Staunen. Wer lieber selbst kreativ wird, kann beim Workshop „Die Schichten unter den Schichten“ mit Jugend im Museum Pop-ups gestalten.
Wie viel Fachwissen und Handarbeit nötig sind, um Kunstwerke für die Nachwelt zu erhalten, zeigen Restauratoren anhand ihrer Arbeit an Skulpturen, Textilien und Münzen. Führungen widmen sich unter anderem einer Kölner Madonna, der Textilrestaurierung, der Metallrestaurierung und den Spuren, die sich an historischen Objekten entdecken lassen. Eine Familienführung erklärt außerdem, wie eine Skulptur entsteht. Die Führungen sind kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind am Informationstresen möglich; für die Zaubershow werden dort Wertmarken ausgegeben.
Auch für Studierende und alle, die sich für den Beruf interessieren, lohnt sich der Besuch. Die Fachhochschule Potsdam und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin stellen ihre Restaurierungsstudiengänge vor. An Mitmachstationen können Besucher restauratorische Arbeitsschritte kennenlernen. Das FH-Mobil lädt vor dem Museum zudem zum praktischen Ausprobieren ein.
Das Bode-Museum öffnete am 18. Oktober 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum erstmals seine Türen. Heute beherbergt es die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett. Zum Geburtstag gibt es damit nicht nur Kunst zu sehen, sondern auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen ihrer Bewahrung zu werfen.
Das Familienfest läuft am 18. Oktober von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Jahreskarteninhaber dürfen eine weitere Person kostenlos mitbringen. Letzter Einlass ist um 17 Uhr.
Familienfest im Bode-Museum anlässlich des 120-jährigen Jubiläums.
© Staatliche Museen zu Berlin / Juliane Eirich, 2024
