22. Mai 2024
18 Balustradenfiguren für das Humboldt Forum

Balustradenfiguren für das Humboldt Forum

Mit 18 Balustradenfiguren in barocker Anmutung werden auf der Nord- und Südseite des Humboldt Forums die Rekonstruktionsarbeiten beendet. Das hat der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum beschlossen. Diese letzte Etappe der Fassadenrekonstruktion nach dem Entwurf des Architekten Franco Stella wird in voraussichtlich zwei Jahren vollständig abgeschlossen sein. Aus Kostengründen nicht umgesetzt wird das LED-Kunstprojekt an der Kuppel. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss bedauert dies und prüft Alternativen.

Auf der Nord- und Südseite des Humboldt Forums im Berliner Schloss sollen insgesamt 18 Balustradenfiguren die rekonstruierte barocke Fassadenstruktur abschließen. Der Vorschlag des Vorstandes der Stiftung erfolgte nach intensiven Beratungen mit dem Architekten und Experten. Als Neuschöpfungen im Sinne der barocken Figurierung sollen nun jeweils vier Figuren für die beiden Portale auf der Nord- und die beiden Portale auf der Südseite sowie zwei Figuren für die sogenannte Eosander-Schulter auf der westlichen Lustgartenseite geschaffen werden.

Die Figuren sollen dem bekannten barocken Maß entsprechend rund 3,14 Meter hoch sein. Ihre künstlerische Ausgestaltung wird im Rahmen eines Wettbewerbs anhand von Modellen, sogenannten Bozetti, festgelegt, die partizipativ von eingeladenen Bildhauern angefertigt werden. Nach Begutachtung der Bozetti und der Empfehlung einer Expertenkommission werden die Stiftung Humboldt im Berliner Schloss als Bauherr gemeinsam mit dem Architekten die Künstler und Modelle für die Umsetzung auswählen. Die Fertigstellung wird voraussichtlich zwei Jahre dauern.

Mit den 18 Balustradenfiguren wird die Rekonstruktion gemäß dem Entwurf von Franco Stella, der auch die Herstellung des figürlichen Fassadenschmucks vorsieht, vollständig abgeschlossen sein. Bereits in Fertigstellung sind die acht Propheten-Figuren der Kuppelbalustrade. Sie werden voraussichtlich im Herbst dieses Jahres aufgestellt.

Kuppel-LED-Kunstprojekt

Aus Kostengründen aktuell nicht umgesetzt werden kann das Kunstprojekt, das eine temporäre Anbringung einer zusätzlichen transparenten Textebene über der Kuppelinschrift vorsah. Der Machbarkeits-Test und die nachfolgende Evaluation haben ergeben, dass eine befriedigende Umsetzung im dafür festgelegten Kostenrahmen nicht zu erreichen ist. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss bedauert dies und prüft derzeit Alternativen und wird die Fragen von Rekonstruktion, Kuppel und Inschrift auch weiterhin in ihrer Programmarbeit thematisieren.

Ein Haus, vier Akteure

Die Vielstimmigkeit ist bereits in der Zusammenarbeit der Partner angelegt. Im Humboldt Forum kooperieren die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Humboldt Labor sowie das Stadtmuseum Berlin mit der Berlin Ausstellung BERLIN GLOBAL.