Einmal selbst auf den Spuren angehender Schauspieler, Regisseure und Bühnenkünstler wandeln: Am 30. Mai 2026 wird genau das möglich. Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch lädt von 12 bis 20 Uhr dazu ein, ihren Campus in Berlin-Mitte als lebendige Spielstätte der Theaterkünste zu entdecken. Der Eintritt ist frei – und das Programm so vielfältig wie die Bühnen selbst.
Studieren, spielen, ausprobieren
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr der direkte Einblick in den Studienalltag. Offene Unterrichte geben einen unverstellten Blick auf die künstlerische Ausbildung: von Grundlagenarbeit über Körper- und Stimmtraining bis hin zu Improvisation, Puppenführung und Musik- sowie Schreibworkshops.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich zu bewerben, bekommt die seltene Gelegenheit, aus erster Hand Antworten zu erhalten. In einem Panel berichten Studierende aus Schauspiel, Regie, Dramaturgie, Choreographie und Zeitgenössischer Puppenspielkunst über Aufnahmeprüfungen, Studieninhalte und Berufsperspektiven – ohne Filter, dafür mit viel Praxisnähe.
Theater live – von Klassik bis Experiment
Auch auf der Bühne zeigt die „Busch“, was sie kann. Auf der Bühne UNTEN präsentieren Studierende ihre Arbeiten – von klassischen Rollen bis zu zeitgenössischen Stoffen. Ergänzt wird das Programm durch musikalische Beiträge und freie Projekte wie „Krieg und Muffin“.
Ein besonderes Angebot richtet sich bereits am Vormittag an ein junges Publikum: Um 11 Uhr wird eine gekürzte Fassung von Der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch gezeigt – inszeniert von der Regiestudentin Johanna Sophie Reimert.
Auch die Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst ist vertreten: Mit „Schreimaschine“ bringt Student Liquid Nestler ein Vordiplomprojekt auf die Bühne, das die Ausdrucksmöglichkeiten des Figurentheaters auslotet.
Ein Alumnus erzählt
Einer der Höhepunkte des Tages folgt am Abend: Um 18:30 Uhr spricht Schauspieler Felix Kammerer im Rahmen der Reihe „… über bühnen, alltag und träume“. Der Absolvent der Hochschule hat nach seiner Ausbildung schnell den Sprung auf große Bühnen wie das Wiener Burgtheater und in internationale Filmproduktionen geschafft.
Im Gespräch mit Hochschulpräsidentin Anna Luise Kiss und Karen Suender gibt er Einblicke in seinen Werdegang – von den ersten Schritten an der Schauspielschule bis zum Durchbruch vor großem Publikum.
Mehr als Bühne: Einblicke in Forschung und Werkstätten
Neben Lehre und Aufführungen zeigt die Hochschule auch ihre weniger sichtbaren Seiten. Führungen durch Werkstätten und Fundus öffnen sonst verborgene Räume. Im Foyer ist die Ausstellung „Bilder einer Ausbildung – Fotografien von Barbara Wandelt“ zu sehen, die künstlerische Prozesse dokumentiert.
Zudem gewähren das Labor für Digitalität und das Projekt „Film@Busch“ Einblicke in aktuelle Forschungs- und Medienprojekte – ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Theaterausbildung im Spannungsfeld von Tradition und Innovation bewegt.
Theater erleben – den ganzen Tag
Für die passende Stärkung sorgt ein Foodtruck des studierendenWERKS, der Getränke und Speisen anbietet. Bezahlt werden kann allerdings nur bargeldlos.
Was bleibt, ist die Einladung, Theater nicht nur als fertige Inszenierung zu erleben, sondern als offenen Prozess. Oder anders gesagt: ein Tag, an dem die Bühne nicht trennt, sondern verbindet.
Grafik: Hochschule für Schauspielkunst
Ernst Busch Berlin
