19. September 2020

Gezeichnete Berlin-Kunst in Berlinischer Galerie

Die Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur bereitet eine neue Ausstellung unter dem Titel “Gezeichnete Stadt. Arbeiten auf Papier 1945 bis heute” vor.

Berlin ist gezeichnet von seiner Geschichte, von Erfolgen und Niederlagen, von Feudalismus, Pragmatismus, Liberalismus, Demokratien und Diktaturen. Aber auch gezeichnet und gemalt von vielen Künstlern. Die Berlinische Galerie verfügt über eine der größten und wichtigsten Kunstsammlungen zur Stadt Berlin. Allein die Grafische Sammlung beherbergt eine üppige Vielfalt von rund 25.000 Werken zu zahlreichen Themen. Auch die Ost-Berliner Kunst macht einen umfangreichen und wertvollen Teil dieses Bestandes aus. In den vergangenen Jahren wurde die Grafische Sammlung um viele, gute Neuzugänge erweitert.

Eine besondere Auswahl wird nun ab dem 14. August teilweise erstmals präsentiert. Es werden über 175 Werke, darunter viele mehrteilige Serien, von 22 Künstlerinnen und 47 Künstlern ausgestellt: überwiegend Zeichnungen in großen, mittleren, kleinen Formaten, viel Buntes und Schwarzweißes in sehr unterschiedlichen Techniken sowie ein facettenreicher Stilmix aus Gegenständlichkeit, Fotorealismus, Surrealismus, Spätexpressionismus, Abstraktion, Illustrationen und Comic.

Rainer Fettings "Figur an der Mauer" von 1987 ist in der Ausstellung "Gezeichnete Stadt" zu sehen.
Rainer Fettings “Figur an der Mauer” von 1987 ist in der Ausstellung “Gezeichnete Stadt” zu sehen.
Foto: Anja Elisabeth Witte

Gezeigt werden in sechs Ausstellungskapiteln einige weltbekannte Künstler – unter anderem Rainer Fetting, K.H. Hödicke, Tal R, Tacita Dean, Wolf Vostell – und viele Entdeckungen und Wiederentdeckungen starker Werke und starker Künstler-Biografien wie Gertrude Sandmann, Werner Heldt, Klaus Vogelsang.

Die Ausstellung verbindet 20 ostdeutsche Positionen, u.a. Klaus Ensikat, Dieter Goltzsche, Monika Meiser, Florian Merkel, mit 40 westdeutschen Positionen, u.a. Patrizia Bach, Arved Dietrich, Pia Linz, Malte Spohr, Bernd Trasberger.  Die Mehrheit – 50 Künstler – lebt in Berlin und ist derzeit noch kreativ im Einsatz. Einige Werke zeigen Berlin mit intensivem Blick von außen, zum Beispiel von Catherine Bührendt-Metais, Marcel van Eeden, Terry Fox, Antonio Saura, Emilio Vedova.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Jubiläumsjahres „Berlin 100“ statt – einer Initiative des Landes Berlin. Sie wird unterstützt vom Förderverein Berlinische Galerie e.V.


100 Jahre Groß-Berlin

Am 1. Oktober 1920 wurden sieben Nachbarstädte und viele Landgemeinden zu einer Stadt zusammengeschlossen. Damit wurde Berlin über Nacht mit rund 3,8 Millionen Bewohner zu einer wirtschafts- und kulturstarken Weltmetropole und neben Los Angeles, New York City und London zu einer der größten Städte der Welt.


Gezeichnete Stadt

Arbeiten auf Papier 1945 bis heute
14.8.20 – 4.1.21