19. April 2021

Modehaus für Berliner Mode

Berliner Mode ist weltweit geschätzt. Sie gilt als kreativ, individuell und von hoher Designqualität. Außerdem trägt sie wesentlich zum positiven Image der Stadt bei. Mitte und Pankow haben deshalb ein Modehaus mit nachhaltigem Schwerpunkt eröffnet.

Modeschaffende sind zwar kreativ und künstlerisch tätig, doch es mangelt an Unterstützungsmöglichkeiten, z. B. zu Projektmitteln. Event- und Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie bedarfsgerechte Angebote fehlen häufig. Die Bezirke Pankow und Mitte haben im März 2021 gemeinsam einen Modestandort in der Memhardstraße 8 gestartet, der eine bezirksübergreifende Anlaufstelle für Berliner Modeschaffende sein soll. Der Standort mitten im Herzen der Stadt, direkt am pulsierenden Alexanderplatz, soll ein kreativer Leuchtturm für die Modeszene werden.

“Unser Modeprojekt zielt darauf ab, den unabhängigen Labels Raum für Ihre Kreativität zu geben. Wir wollen sie bei der Umsetzung und Vermarktung ihrer Ideen unterstützen, damit sie wirtschaftlich arbeiten können und Mode für die Stadt langfristig als Kulturgut erhalten bleibt,“ sagt Rona Tietje, Wirtschaftsstadträtin von Pankow.

Berlin-Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel: „Zum einen bietet das neue Modehaus Vernetzungsformate und Raum für nachhaltige Entwicklung, zum anderen ein Fotostudio, einen Maker-Space, Qualifizierungsformate und einen Showroom mit wechselnden Konzepten.“ Langfristig sollen die Angebote und Vernetzungsformate auch auf einer digitalen Plattform bereitgestellt werden.

Pankows Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje und Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel unterzeichnen den Mietvertrag für das Modehaus.
Pankows Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje und Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel unterzeichnen den Mietvertrag für das Modehaus.
Foto: Pavol Putnoki

 

Ateliers entstehen

In einem zweiten Schritt entstehen eine lebendige Textilbibliothek, Ateliers und Co-Working-Spaces. Partizipation und Kooperation dienen als Experimentierfelder für zukunftsfähige urbane Produktion. Der Fokus liegt dabei auf zukunftsfähigen, nachhaltigen und kreislauffähigen Konzepten und grenzt sich damit von der als Modeindustrie mit ihren oft umweltschädlichen und ausbeuterischen Herstellungsweisen ab. Die im Modehaus tätigen Kreativen unterstützen eine transparente, sozial gerechte und ökologisch sinnvolle sowie nachhaltige Produktion entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs.

Finanziert werden soll das Projekt aus öffentlichen Mitteln und eigenen Einnahmen. Die Bezirke Mitte und Pankow legen großen Wert auf Unabhängigkeit von der globalen Textilindustrie.