14. Juni 2024
Blick in die Sonderausstellung "Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart" Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker

Themenwochenende zum Palast der Republik

Das Themenwochenende „Ohne Ende Palast“ am 15. und 16. Juni 2024 im Humboldt Forum widmet sich in unterschiedlichen künstlerischen Formaten Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen rund um den Palast der Republik. Der Auftakt ist am Freitagabend mit der ersten Ausgabe der PalastBar mit dem Architekten Wolf R. Eisentraut.

Mit dem Theaterstück „Heiner Müller – Quartett. Material“ von und mit Corinna Harfouch und der Tanzperformance „Handarbeit“ von Isabelle Schad für 10 Frauen aus Bitterfeld-Wolfen (Weltpremiere im Festival OSTEN) sind zwei künstlerische Arbeiten zu sehen, die sich mit dem ostdeutschen Erbe beschäftigen. In der Mixed-Reality-Installation „Palast der Erinnerung“ von den CyberRäubern zeigt sich, wie Künstliche Intelligenz unseren Bildern der Vergangenheit weitere Nuancen hinzufügt und der Podcast „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova fragt nach der Bildmacht der Fotografie und kollektivem Erinnern.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Gesprächs. Vormittags befragt das Forum Demokratie Petra Pau und Andrej Hermlin: „Was braucht unsere Demokratie?“ Am Nachmittag stehen zwei Panels in Zusammenarbeit mit der eCommemoration der Körber-Stiftung auf dem Programm: In „Wie Geschichte(n) ausstellen?“ und „Zwischen Fakt und Fiktion“ debattieren Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler den Umgang mit Formen der Digitalität in Kulturhäusern.
Alle aktuellen und ehemaligen Berliner sind darüber hinaus aufgerufen ihre persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen in und um den Palast der Republik mit dem „Palastkonsulat für Erinnerungen & Objekte“ zu teilen.

Eingeleitet wird das Themenwochenende bereits am Freitagabend um 17:00 Uhr mit der ersten Ausgabe der PalastBar. Hier verbinden sich Debatte und Kunst rund um das Thema Palast der Republik. Wissenschaftler treffen auf Schriftsteller, Musiker auf Publizisten und DJs. In der Premierenausgabe unter dem Titel „Von Glas und Stahl“ geht es um die Architektur und das Design der einzelnen Orte im Palast der Republik. Zu Gast an diesem Abend ist unter anderem Wolf R. Eisentraut, der letzte noch lebende Architekt des Palasts aus dem Kollektiv um Heinz Graffunder.
Der Palast der Republik wurde vor 50 Jahren an dem Ort gebaut, an dem sich heute das Humboldt Forum befindet. Mit der laufenden Sonderausstellung (bis 16. Februar 2025) und dem aktuellen Programm „Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ widmet die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss diesem verschwundenen Bau einen Jahresschwerpunkt.

Programm

Blick in die Sonderausstellung „Hin und Weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“
Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / David von Becker