Verlängert: „Creatures“ in der Klosterkirchenruine

Ausstellung „Creatures“ in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche.
Ausstellung „Creatures“ in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche. Foto: Holger Herschel

Die Laufzeit der Installation „Creatures“ von Natalia und Maria Petschatnikov in der Ruine der Franziskaner Klosterkirche wurde verlängert. Bis zum 30. April 2017 rollen die Fellbälle durch den Außenraum der Kirchenruine und lassen sich durch das geschlossene Eingangstor wie durch ein Käfigtor beobachten. Vom 27.-30.04.2017 können sich die Besucher näher an die runden, pelzigen Kreaturen herantrauen, denn ab dem 27. April ist die Ruine der Klosterkirche bis November wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Natalia und Maria Petschatnikov. Foto: Roman Ekimov
Natalia und Maria Petschatnikov.
Foto: Roman Ekimov

Die Zwillingsschwestern Maria und Natalia Petschatnikov, geboren 1973 in Sankt Petersburg, bewegen sie sich in ihren künstlerischen Arbeiten zwischen Malerei, Plastik und Rauminstallation. Mit Blick für die kleinen Dinge interpretieren und experimentieren sie mit Räumen, Orten und Gegenständen. Ihre Rauminstallation „Creatures“ in der Klosterkirchenruine verwandelt den Ort in eine Art Forschungslabor. Natalia und Maria Petschatnikov haben runde, pelzige Kreaturen in unterschiedlicher Größe und natürlichen Farben in den Außenraum der Ruine platziert, als würde eine unbekannte Spezies aus längst vergangenen oder noch unbekannten Zeiten hier beheimatet sein. Die Fellbälle scheinen den Ort bei Wind und Wetter zu erkunden. Beobachten kann man diese durch das geschlossene Eingangstor der Ruine, das uns den Ort als eine Art Käfig wahrnehmen lässt. „Creatures“ experimentiert mit dem Raum der Kirchenruine des mittelalterlichen Klosters und bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität. Die Installation soll auf den gegenwärtigen Zustand des Baudenkmals in einer Situation des Umbruchs verweisen und den Ort als eine Art öffentliches Forschungslabor beschreiben.

Die Franziskaner-Klosterkirche wurde zwischen dem Ende des 13. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Osten Berlins an der Stadtmauer erbaut. Foto: Holger Herschel
Die Franziskaner-Klosterkirche wurde zwischen dem Ende des 13. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Osten Berlins an der Stadtmauer erbaut.
Foto: Holger Herschel

„Creatures“ findet im Rahmen der Ausstellungsreihe „statement & dialogue“ in der Klosterkirchenruine statt. Seit September 2016 werden künstlerische Positionen gezeigt, die sich mit der Architektur des Gebäudes, der Geschichte des Ortes sowie mit dem näher rückenden Wandel der umliegenden Stadtlandschaft auseinandersetzen.

Nähere Informationen unter: www.klosterruine.berlin/programm/