Im KaDeWe tut sich mal wieder was: Vom 23. März bis 12. April 2026 zieht die italienische Taschenmarke Gianni Chiarini Firenze mit einem Pop-up-Store in die dritte Etage ein. Wer in den nächsten Wochen dort unterwegs ist, stolpert also ziemlich sicher über die aktuellen Modelle der Spring/Summer-Kollektion 2026. Und das Ganze ist keine einmalige Sache – nach dem Pop-up soll die Marke fest im KaDeWe bleiben.
Gianni Chiarini ist in Florenz zu Hause, und genau das merkt man den Taschen auch an. Die neue Kollektion spielt stark mit klassischen Handwerkstechniken, vor allem mit Flechtstrukturen. Das klingt erstmal traditionell, wirkt aber überraschend modern. Die Oberflächen bekommen dadurch eine fast grafische Struktur, die sich durch viele Modelle zieht.

Foto: Gianni Chiarini Firenze
Bekannte Taschen wie die DUA oder die Marcella tauchen auch diesmal wieder auf, allerdings in überarbeiteten Versionen. Neu dazu kommt unter anderem das Modell „Sienna“, eine Bucket Bag mit klarer, fast skulpturaler Form. Insgesamt bleibt die Linie ziemlich funktional – also nichts, was nur gut aussieht und im Alltag nervt, sondern Taschen, die man tatsächlich benutzen will.
Auch der Pop-up selbst folgt einem klaren Konzept. Statt klassischem Verkaufsstand setzt die Marke auf eine Gestaltung, die sich an ihrer Herkunft orientiert. Elemente aus der Renaissance tauchen in moderner Form auf, dazu Materialien, die an traditionelle toskanische Bauweisen erinnern. Das Ganze wirkt eher wie eine kleine Installation als wie eine typische Verkaufsfläche. Ein wiederkehrendes Motiv ist dabei der Apfel – laut Marke ein Symbol für Glück und neue Etappen.
Gianni Chiarini gibt es inzwischen seit über 25 Jahren. In dieser Zeit hat sich das Label im Bereich „Accessible Luxury“ positioniert – also hochwertige Taschen, die preislich unter klassischen Luxusmarken liegen. Ein wichtiger Schritt war 2017 der Einstieg des Investors 21 Invest, hinter dem unter anderem Alessandro Benetton steht. Seitdem hat das Unternehmen seine internationale Präsenz deutlich ausgebaut.
Deutschland spielt dabei eine ziemlich große Rolle. Seit einigen Jahren gehört der Markt zu den wichtigsten in Europa für die Marke. Das zeigt sich auch an den Zahlen: Das Geschäft hat sich hierzulande in den letzten Jahren deutlich entwickelt, und der Ausbau geht weiter. Neben dem KaDeWe ist Gianni Chiarini unter anderem bei Breuninger, Ludwig Beck und online über Plattformen wie Zalando zu finden.
Der Pop-up im KaDeWe ist also weniger ein Experiment als vielmehr der nächste logische Schritt. Für Berliner heißt das: Wer sich für Taschen interessiert, bekommt für ein paar Wochen eine zusätzliche Anlaufstelle – und danach wohl dauerhaft.
Foto: A. Strebe / KI-unterstützt
