4. Dezember 2021
Barocktage in der Staatsoper.

BAROCKTAGE an der Staatsoper

Im Rahmen der diesjährigen BAROCKTAGE vom 5. bis 14. November, finden – neben der Premiere von Campras IDOMÉNÉE, zwei Musiktheaterwiederaufnahmen, dem Education-Programm und einem Roundtable – 14 Konzerte an der Staatsoper Unter den Linden statt. Im Fokus steht dabei die Musikkultur Frankreichs zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Es werden Werke von Komponisten wie André Campra, Jean-Baptiste Lully, François Couperin, Monsieur de Sainte-Colombe oder Marin Marais gespielt. Zu den Höhepunkten zählt das Jubiläumskonzert des Alte-Musik-Ensembles Le Concert d’Astrée am 8. November, das sein 20-jähriges Bestehen während der BAROCKTAGE feiert und erstmals an der Staatsoper Unter den Linden zu Gast ist. Seit 20 Jahren gehört das vielfach preisgekrönte und von Emmanuelle Haïm gegründete Instrumental- und Vokalensemble Le Concert d’Astrée aus Lille zu den führenden Klangkörpern im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis. Bei dem von Emmanuelle Haïm und Simon Rattle geleiteten Jubiläumskonzert treten u. a. Marie-Claude Chappuis, Lea Desandre und Sandrine Piau als Solistinnen auf.

Das Konzertprogramm umfasst zudem fünf Konzerte im Pierre Boulez Saal, darunter zwei am 6. und 7. November von Le Concert des Nations unter Jordi Savall. Die Konzerte sind eine Hommage an den Gambisten Monsieur de Sainte-Colombe und die Verfilmung seines Lebens – den Historienfilm »Tous les matins du monde« von Alain Corneau aus dem Jahr 1991 – zu der Jordi Savall die Musik zusammengestellt und eingespielt hat.

Zu den Gästen, die bei den insgesamt acht Veranstaltungen im Apollosaal zu erleben sind, zählt u. a. Nikolaus Habjan, der die Tradition des Kunstpfeifens mit Musik des Barock und der Wiener Klassik wieder zum Leben erweckt (6. November). Unter dem Titel »Plaisir d’amour ne dure qu’un moment« (»Die Wonne der Liebe dauert nur einen Augenblick«) präsentiert am 9. November Christophe Rousset mit dem berühmten französischen Barockensemble Les Talens Lyriques Werke von u. a. Henry Purcell und Jean-Baptiste Stuck sowie die sogenannten Airs de Cour von Michel Lambert. Neben einem Solo-Matineekonzert (13. November) präsentiert Jean Rondeau zusammen mit Cellist Nicolas Altstaedt (14. November), der wie Rondeau in Alter wie Neuer Musik zuhause ist, ein Programm im Apollosaal mit barocken Raritäten aus Frankreich und Italien.

Barocktage in der Staatsoper.
Barocktage in der Staatsoper.
Foto: Marcus Ebener/Staatsoper

Seit ihrer Gründung untersuchen die BAROCKTAGE auch das Potenzial Alter Musik im Spannungsfeld der zeitgenössischen Künste. Diesmal nähern sich im Rahmen der BAROCKTAGE und LINDEN 21 bei einer Jazzlounge Studierenden des Jazz-Instituts Berlin u. a. Werken von Gluck und Rameau. Für ein junges Publikum wird es unter dem Titel »Von Orpheus und Eurydike« drei Kinderkonzerte im Apollosaal mit Mitgliedern der Akademie für Alte Musik Berlin geben.