10. Juli 2020
Künstler Christoph Wetzel verewigte Joachim Gauck (v.l.) auf der Leinwand.

Bundespräsident Joachim Gauck in Öl

Im Beisein des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck (Amtszeit von 2012 bis 2017) ist unlängst im Balkonsaal des Rathauses Tiergarten das Porträt des elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland übergeben worden. Das Ölgemälde mit den Maßen 90 x 75 Zentimeter stammt von dem Berliner Maler Christoph Wetzel (Jahrgang 1947) und ist im Auftrag der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) entstanden. Christoph Wetzel ist derselbe Künstler, der im vergangenen Jahr bereits Gaucks Amtsvorgänger, Christian Wulff, porträtiert hat.

Künstler Christoph Wetzel verewigte Joachim Gauck (v.l.) auf der Leinwand.
Künstler Christoph Wetzel verewigte Joachim Gauck (v.l.) auf der Leinwand. 
Foto: Bezirksamt Mitte

An der feierlichen Zeremonie nahmen zahlreiche geladene Gäste teil, darunter Vertreter der im Bezirk ansässigen Botschaften, Mitglieder des Abgeordnetenhauses, Repräsentanten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sowie Mitglieder des Bezirksamts und der BVV Mitte.

Künstler Christoph Wetzel: „Wie malt man einen Bundespräsidenten? Das klingt so nach Rezept. Darauf kann ich nur antworten: Es geht nur mit Zuhören. Ich höre einem Menschen zu. Ich höre einem Mann zu, der unheimlich viel an Höhen und Tiefen in seinem Leben erlebt hat.“

Warum das Porträt jetzt im Rathaus Tiergarten hängt, erklärt die Geschichte: Das Rathaus Tiergarten ist eines der drei Bezirksrathäuser in Berlin-Mitte, dem im Jahr 2001 aus den drei Altbezirken Tiergarten, Wedding und Alt-Mitte fusionierten, neuen Bezirk Mitte von Berlin. Das Haus wurde als einer der ersten Großbauten der Nationalsozialisten, damals noch ohne Plenarsaal, auf dem einzigen zentralen Platz in Moabit vor der Markthalle errichtet. Mit dem ersten Porträt von Theodor Heuss wurde dann eine Tradition begonnen, die bis heute gepflegt wird: Die Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland sind in einer Reihe von Ölgemälden im Balkonsaal des Rathauses präsent. Der Balkonsaal wurde im Jahr 2019 nach Vorgaben des Denkmalschutzes aufwändig saniert und neu möbliert. Er dient nicht nur repräsentativen Zwecken, sondern wird auch als Sitzungsraum genutzt.

Die Finanzierung des Gemäldes teilen sich erneut der Wirtschaftskreis Mitte und der Bezirk zu gleichen Teilen.