10. Juli 2020

Orchester feiert: Ausblick der Staatsoper 2020

Mit ihrer seit 1570 bestehenden Tradition zählt die Staatskapelle Berlin zu einem der ältesten Orchester überhaupt. Im Laufe seiner langen, ereignisreichen Geschichte hat das Ensemble vielfache Wandlungen erlebt und das Musikleben Berlins wesentlich geprägt.
Im Jahr 2020 blickt die Staatskapelle Berlin auf ihr 450-jähriges Bestehen zurück.

Die Staatskapelle der Staatsoper feiert Jubiläum.
Die Staatskapelle der Staatsoper feiert Jubiläum.

Dieses besondere Jubiläum wird im Kalenderjahr 2020 – über die Spielzeiten 2019/20 sowie 2020/21 hinweg – mit verschiedenen Ereignissen gefeiert: Vom 7. bis 9. Februar findet das fünfte und letzte Symposion »450 Jahre Staatskapelle Berlin« statt, wobei die Zeit von 1955 bis zur Gegenwart beleuchtet wird. Vom 4. bis 12. April bringen die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim in vier Konzerten im Rahmen der FESTTAGE alle neun Beethoven-Sinfonien zur Aufführung.

Ebenfalls zu den FESTTAGEN erscheint eine CD-Edition bei der Deutschen Grammophon mit bedeutenden historischen sowie aktuellen Aufnahmen. Den Höhepunkt des Jubiläumsjahrs bildet die FESTWOCHE vom 5. bis 12. September, in der u. a. STAATSOPER FÜR ALLE (mit einer Live-Übertragung aus dem Opernhaus und einem Live-Konzert auf dem Bebelplatz) stattfindet, ein Festkonzert im Großen Saal sowie ein Tag der Offenen Tür als Geburtstagsfest für die Staatskapelle Berlin und vieles mehr. Darüber hinaus wird es eine Buchpublikation und eine Ausstellung zur Geschichte des Orchesters geben.

Das Orchester in der Staatsoper.
Das Orchester in der Staatsoper.
Foto: Staatsoper Berlin

Nach einem erfolgreichen Jahr 2019 wird die Spielzeit im neuen Jahr mit den Wiederaufnahmen von VIOLETTER SCHNEE (ab 10. Januar), LA TRAVIATA (ab 16. Januar) und USHER (ab 16. Januar im Alten Orchesterprobensaal) fortgesetzt.

Beim IV. Abonnementkonzert der Staatskapelle Berlin am 13. und 14. Januar stehen Edward Elgars Violinkonzert h-Moll op. 61 mit Pinchas Zukerman als Solist auf dem Programm sowie Modest Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«, dirigiert von Lahav Shani.
Am 27. Januar spielt die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim ein Gedenkkonzert zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz mit Schönbergs »Ein Überlebender aus Warschau« sowie Beethovens »Eroica«.
Am 17. und 18. Januar finden im Großen Saal Liedrecitals mit Angela Gheorghiu und Philippe Jaroussky statt.

Die erste Premiere im Jahr 2020 ist Richard Strauss’ DER ROSENKAVALIER am 9. Februar. André Heller inszeniert damit seine erste Oper, die musikalische Leitung übernimmt der Ehrendirigent der Staatskapelle Berlin, Zubin Mehta. Als Bühnenbildnerin konnte die österreichische Malerin Xenia Hausner gewonnen werden. Die Kostüme gestaltet der österreichische Modedesigner Arthur Arbesser. Neben Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau zählen u. a. Camilla Nylund (Feldmarschallin), Michèle Losier (Rollendebüt als Octavian), Roman Trekel (Herr von Faninal) und Nadine Sierra (Rollendebüt als Sophie) zum Ensemble.