ORTS-Termin im Humboldtforum

Das Humboldt Forum lädt am Samstag, dem 9. Juni 2018, um 12 Uhr zum ORTS-Termin in die Schlossbauhütte, Askanierring 74/74a, in 13587 Berlin-Spandau, zu einem Blick hinter die Fassaden ein.

Dies mit einem Gespräch mit den Autoren des aktuellen Fotobuches Barock in Arbeit – Die Kunst der Rekonstruktion und das neue Berliner Schloss, einer Besichtigung der Schlossbauhütte sowie lockeren Begegnungen mit Architekten, Bildhauern und Kunsthistorikern bei Bier und Bouletten. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bitte bis Mittwoch, dem 6. Juni 2018.

Die teilweise Rekonstruktion des 1950 zerstörten Berliner Schlosses in Gestalt des Humboldt Forums ist mittlerweile fast vollendet. Hinter den Baugerüsten, von Passanten noch weitgehend unbemerkt, zieren bereits rund 3000 skulpturale Schmuckelemente den Bau. Doch was braucht es, um im 21. Jahrhundert barocke Fassaden wieder auferstehen zu lassen? Wie fertigt man heute solche Schmuckelemente an? Wie viele Arbeitsschritte sind vom ersten Tonmodell bis zur Versetzung an den Rohbau nötig? Wieviel moderne Technik, wieviel handwerkliches Können? Und was für Menschen stehen eigentlich dahinter?

Diesen Fragen geht der ORTS-Termin in der Schlossbauhütte nach, beginnend mit einem Gespräch mit Bertold Just, Leiter der Schlossbauhütte,  sowie Rolf Schulten und Cornelia Gerlach. Der Fotograf und die Journalistin haben während vier Jahren den Entstehungsprozess des künstlerisch und bildhauerisch wohl anspruchsvollsten Schmuckelementes intensiv begleitet – die Eckkartusche, 5,80 Meter hoch, 7,30 Metern breit, rund 56 Tonnen schwer. In ihrer Publikation Barock in Arbeit – Die Kunst der Rekonstruktion und das neue Berliner Schloss haben sie die komplexe Anfertigung, beispielhaft für alle Sandstein-Elemente der rekonstruierten Barockfassaden, mit Text und Bild eindrucksvoll dokumentiert.

Im ersten Teil des Gesprächs, moderiert von der Kuratorin des Museums des Ortes Judith Prokasky, erzählen sie von ihren Begegnungen mit den Menschen die hinter dem Entstehungsprozess stehen. Das Publikum erfährt von lebhaften Begegnungen mit ihnen in Steinbrüchen, Werkstätten, Planungsbüros sowie auf der Baustelle des Humboldt Forums. Und natürlich was sie über deren Motive, Überlegungen und Fertigkeiten erfahren haben. Der zweite Teil, moderiert von Alfred Hagemann, Leiter Museum des Ortes, geht der Frage nach, was Barock heute im 21. Jahrhundert abseits aller Diskussionen um Sinn und Unsinn historischer Rekonstruktion bedeutet: modernste Technik sowie handwerkliches Können auf höchstem Niveau. Im Anschluss an das Gespräch werden im Rahmen einer Besichtigung der Schlossbauhütte verschiedene Arbeitsschritte präsentiert.

Es begrüßen Johannes Wien, Sprecher des Vorstands der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Alfred Hagemann, Leiter Museum des Ortes, und Judith Prokasky, Kuratorin Museum des Ortes.

ORTS-Termin ist eine Veranstaltungsreihe des Museums des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die seit 2015 zur Beschäftigung und Diskussion der facettenreichen 700-jährigen Geschichte des Berliner Schlossplatzes einlädt. Weitere Informationen.


Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen mit bedeutenden Exponaten, darunter spirituelle Objekte und Kunstwerke aus Asien, Afrika, Amerika, sowie in vielfältigen Veranstaltungen regt das Humboldt Forum zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Akteure im Humboldt Forum sind federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin sowie die Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem breiten Programm an Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt präsent.