21. April 2024
Der spektakuläre Meteorit wird im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt (c) Laura Kranich

Spektakulärer Meteorit wird ausgestellt

Im Januar 2024 fiel ein Meteorit nordwestlich von Berlin nahe Ribbeck auf die Erde. Nun werden Bruchstücke des als seltener Aubrit klassifizierten Meteoriten im Museum für Naturkunde Berlin ausgestellt: Ab Dienstag, den 12. März im Mineraliensaal und nur für einige Wochen, da das Material empfindlich ist und weiter erforscht wird.

Es war erst der achte Fall weltweit, für den die Kollision eines Asteroiden mit der Erde kurz vor dem Eintritt vorhergesagt wurde. Ein Team aus Forschenden und Studierenden des Museums für Naturkunde Berlin, des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem SETI Institute (USA) konnten auf der Basis von Streufeldberechnungen durch das Astronomische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften mehr als 20 Proben für die Forschungssammlung des Museums für Naturkunde sammeln.

Ab Dienstag, den 12. März sind einige dieser Funde für mehrere Wochen im Mineraliensaal des Museums für Naturkunde Berlin zu bestaunen. Am 12. März gibt es von 11:00 – 12:00 Uhr sowie 14:00 – 15:00 Uhr das Begleitprogramm „Meet the Scientists“. Hier können Sie die Forschenden und Studierenden treffen, die im Feld die Meteorite gesucht und im Labor des Museums untersucht haben.

Auf dem YouTube-Kanal des Museums findet sich ein Video zur Erforschung des Materials am Museum für Naturkunde Berlin als Teil der Serie „Museums-Evolution“.

Der Asteroid 2024 BX1 war in der Nacht zum 21. Januar 2024 nordwestlich von Berlin unweit des Ortes Ribbeck im Havelland in die Erdatmosphäre eingetreten und dabei verglüht.

Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht derzeit drei der über 20, nur maximal walnussgroßen Meteorite, die auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordwesten von Berlin im Havelland gefunden wurden. Die Meteorite konnten als Aubrite klassifiziert werden, eine seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten kaum Eisen und gehören zur Gruppe der Achondriten, Steinmeteoriten ohne die häufig anzutreffende Matrix aus Chondren (millimetergroßen Kügelchen). Dieser Meteorit hat eine Masse von 33 Gramm.