24. Juli 2021
Virtueller Rundgang durch die Gemäldegalerie.

Virtueller Rundgang in der Gemäldegalerie

Die Staatlichen Museen zu Berlin veröffentlichen einen weiteren virtuellen Rundgang durch eine ihrer musealen Sammlungen: Nach dem Bode-Museum lässt sich ab sofort auch die Gemäldegalerie komplett und zweisprachig digital erkunden – in einem hochauflösenden 360°-Rundgang, der sich mit zahlreichen Hintergrundinformationen über 58 Räume, 112 Panoramen und rund 1.200 Kunstwerke erstreckt.

„Ich freue mich, dass wir die Sammlung der Gemäldegalerie in all ihrer Pracht und Bedeutung ab sofort Kunstbegeisterten in aller Welt zugänglich machen können“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. „Erstmals werden in diesem digitalen Angebot nicht nur sämtliche ausgestellten Werke präsentiert und durch Hintergrundinformationen erläutert, sondern auch in einen nachvollziehbaren inhaltlichen Kontext gestellt.“

Julien Chapuis, Direktor von Gemäldegalerie und Skulpturensammlung, führt fort: „Dies aufwendige Projekt wäre ohne die enge kollegiale Zusammenarbeit zwischen der Gemäldegalerie und dem Kaiser Friedrich Museumsverein nicht möglich gewesen. Unser Dank gilt insbesondere dem außerordentlichen Engagement der Vereins-mitglieder Wolfgang Gülcker und Marion Knauf.“

Virtueller Rundgang durch die Gemäldegalerie.
Virtueller Rundgang durch die Gemäldegalerie.
Fotos: Staatliche Museen zu Berlin

Der seit einem Jahr konzipierte und im Sommer 2020 dokumentierte Rundgang erschließt beginnend von der Rotunde der Gemäldegalerie 58 Säle und Kabinette in 112 hochauflösenden 360°-Panoramen. Zu jedem der rund 1.200 ausgestellten Werke sind durch einen Klick auf das jeweilige Gemälde die wichtigsten Informationen zu ihrer Entstehungs- und Sammlungsgeschichte abrufbar. Einführungen in die Ausstellungsbereiche, eine Übersicht der 200 Sammlungshighlights sowie eine alphabetische Künstlerliste bieten ebenso zusätzliche Orientierung wie Audio- und Videoinhalte zu weiten Teilen der Sammlung.

Die virtuelle Tour orientiert sich bewusst am Museumsrundgang vor Ort und ermöglicht einen realistischen Raumeindruck der Gemäldegalerie. Auch beim digitalen Museumsbesuch von zu Hause aus eröffnen sich so spannende Querverbindungen und Blickachsen.

Malerei vereint

Die Gemäldegalerie ist weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Die Sammlung wurde ab 1815 systematisch und nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit dem Ziel zusammengetragen, Malerei in der gesamten Bandbreite ihrer regionalen und kunsthistorischen Schulen zu vereinen. Daraus hervorgegangen ist eine unvergleichliche Vielfalt an Meisterwerken aller Epochen und Stile vom 13. bis 18. Jahrhundert, die sich in der Gemäldegalerie wie in kaum einem anderen Museum Alter Meister studieren lässt. Besondere Schwerpunkte bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts sowie die niederländische Malerei des 15. bis 17. Jahrhunderts. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Hans Holbein d.J., Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Sandro Botticelli, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Jan Vermeer sind hier ausgestellt.