Zoltani im Ermelerhaus

Der Künstler Temorscha Zoltani und das Atelier Vater Lin Miro stellen Mitte März erstmals gemeinsam und für nur drei Tage in den historischen Räumlichkeiten des berühmten Ermelerhauses aus. Es wird eine abwechslungsreiche Pop-Up-Schau mit zahlreichen großformatigen Gemälden, Fotografien und faszinierenden Skulpturen. Für das art’otel berlin mitte, zu dem das Ermelerhaus gehört und das dem Künstler Georg Baselitz gewidmet ist, soll die Ausstellung den Auftakt für künftig noch mehr kulturelle Events bilden. Die Schau unter dem Titel “REDEN & LEBEN – VIRTUAL ME” wird am Freitag, 16. März 2018, mit einer Vernissage gestartet und endet am Sonntagabend. Der Eintritt ist frei.

Der gebürtige Hamburger Temorscha Zoltani studierte zunächst Ingenieurwissenschaften, worin sein innovativer Geist und die räumliche Denkfähigkeit begründet liegen. Aber schon während dieser Zeit begann er auch künstlerisch aktiv zu werden. Für den Sohn afghanischer Einwanderer sind die beherrschenden Themen seines Schaffens Toleranz, Liebe, Bewusstsein und Menschlichkeit. Damit hat er sich zum Ziel gesetzt, einen Gegenpol zu den egozentrischen, machthungrigen, selbstsüchtigen und isolationistischen Tendenzen in der heutigen Welt zu schaffen. Diese Inhalte kehren in seinen Gemälden immer wieder. Technisch verbindet Temorscha Zoltani in seinen Arbeiten Elemente des Neoexpressionismus und der Straßenkunst, abstrakte Figuration und klassische Maltechnik. In seinen Gemälden sind farbenfrohe Codes, selbstgeschriebene Gedichte und Verse versteckt, die daraus ausbrechen. Zoltani nennt das seinen „ecletic style“.

Erste gemeinsame Ausstellung von Temorscha Zoltani und Vater Lin Miro

Begleitet wird Temorscha von Vater Lin Miro. Das von Lucas Doerre und Marius Sperlich gegründete Berliner Atelier konzentriert sich auf die Verbindung von Kunst und Design in allen Formen der visuellen Kommunikation. Mit ihren Skulpturen aus dem 3D-Drucker schaffen sie eine ganz eigene und einzigartige neue Form der Ästhetik und Stilistik. Ihre Arbeitsweise ist stark von den Erfahrungen und Eindrücken der verschiedenen künstlerischen Aktivitäten der Inhaber geprägt. Gerade deshalb wird der kreative Prozess ständig von neuen Wegen, Techniken und Medien beeinflusst, so dass jedes einzelne Projekt zu etwas Einzigartigem wird.

Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt setzen sich Zoltani und Vater Lin Miro sozialkritisch mit den Problemen der virtuellen Welt auseinander. Das historische Ermelerhaus mit seiner klassischen Architektur bietet dafür den idealen Kontrast. Zoltani bringt großformatige Gemälde mit, Vater Lin Miro warten mit Fotos und einer Auswahl phantasievoller Skulpturen auf.

Temorscha Zoltani: „Mit meiner Kunst möchte ich zeigen, wie ähnlich Gedanken und Gefühle sein können. Wie nah und gleich sich alle Menschen sind. Gleichzeitig erscheinen sie aber auch so weit von einander entfernt und so anders. In meinen Bildern geht es um Werte und um das Erfahrene. Liebe und Hass. Das Gefühlte und das Gewollte. Gedanken und Wahrheit. Wonach strebt der Mensch? Und was ist erstrebenswert?”

Hans de Waart, Hoteldirektor im art’otel berlin mitte: „Das Ermelerhaus hat eine lange Geschichte als Kulturstätte. Schon im 19. Jahrhundert durch seinen Namensgeber Ferdinand-Wilhelm Ermeler wurde es für Salon- und Kulturveranstaltungen genutzt. Diese Tradition pflegen wir und möchten künftig verstärkt auch jungen aufstrebenden Künstlern die Möglichkeit geben, in den Räumlichkeiten auszustellen. Ich freue mich sehr, dass wir mit Temorscha Zoltani und Vater Lin Miro Künstler gefunden haben, die diese Möglichkeit nutzen.”


„VIRTUAL ME“ Lucas Doerre / Marius Sperlich / Temorscha Zoltani, art’otel berlin mitte, Ermelerhaus,
Wallstraße 70 – 73, 10179 Berlin.
Vernissage: Freitag, 16. März 2018, 19 Uhr (Anmeldung unter redenleben@web.de). Samstag & Sonntag jeweils von 9-18 Uhr.