Erster geschützter Radfahrstreifen

Senatorin Regine Günther hat den ersten geschützten Radfahrstreifen Berlins auf der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte eingeweiht. Der 3,50 Meter breite Radfahrstreifen ist grün beschichtet. Weiß-rote Poller trennen den Radverkehr vom Autoverkehr. Das erhöht die Sicherheit für den Radverkehr: Die Poller bieten Schutz und die Grünmarkierung sorgt für eine bessere Sichtbarkeit des Radfahrstreifens.

Die geschützten Radfahrstreifen sind ein Modellversuch und werden in Berlin fünf Jahre lang erprobt. Im Rahmen der begleitenden Untersuchung werden verschiedene Protektionsformen und Materialien getestet und Radfahrerinnen und Radfahrer nach ihren Erfahrungen befragt. Bislang sind geschützte Radfahrstreifen in Deutschland weder in der Straßenverkehrsordnung, noch in den bundesweiten Regelwerken als Standardlösung verankert.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Berlin geht neue Wege in der Verkehrspolitik – und Berlin baut daher auch neue Wege. An der Holzmarktstraße haben wir jetzt den ersten geschützten Radverkehrsstreifen der Stadt eingeweiht. Unser Ziel dabei ist: Mehr Sicherheit für Radfahrer durch farblich hervorgehobene, breite und abgetrennte Fahrradwege. Es geht uns um die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer.“

Darüber hinaus sollen die Poller das regelwidrige Zuparken von Radwegen durch Fahrzeuge verhindern. Die geschützten Radwege gehören zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur, die im Mobilitätsgesetz verankert ist. An welchen Straßen geschützte Fahrradwege umgesetzt werden können, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab und ist u.a. eine Platzfrage. Geschützte Radfahrstreifen sind mindestens zwei Meter breit; hinzu kommt eine schraffierte Protektionsfläche mit Pollern, die im Regelfall ein Meter breit sein soll.

Der geschützte Radweg wurde im Zuge des Umbaus der Holzmarktstraße realisiert. Weitere acht geschützte Radfahrstreifen sind in Planung oder bereits im Bau.