Mit Info-Stelen auf Schatzsuche

Damit sich Gäste aus aller Welt künftig noch besser in Berlin zurechtfinden, sollen digitale und analoge Informationsstelen demnächst den Weg zu touristischen Attraktionen weisen.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, hat die Stelen mit vorgestellt: „Nur mit modernen und übersichtlichen Informationssystemen kann Berlin seine Herzstücke Touristinnen und Touristen, aber auch Einheimischen nahebringen. Die neuen Informationsstelen sind ein Meilenstein. Berlins Schätze sind so noch besser zu finden.“

So sind die Info-Stelen konzipiert.
So sind die Info-Stelen konzipiert.

Der Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe fördert das Projekt mit neun Millionen Euro. „Im Sinne unseres neuen Tourismuskonzeptes für einen stadtverträglichen Tourismus war es uns wichtig, dass die Stelen nicht nur im Innenstadtbereich aufgestellt werden, sondern auch auf Attraktionen in der Gesamtstadt hinweisen. Die Vielfalt Berlins findet sich in den Kiezen“, ergänzt dessen Staatssekretär Christian Rickerts.

Die vorgesehenen 226 Informationsstelen geben mit Informationen und Umgebungskarten einen Überblick über nahegelegene Sehenswürdigkeiten, die durch die bereits bestehenden Pfeilwegweiser ausgeschildert sind. Sie werden überwiegend an U- und S-Bahnhöfen aufgestellt; an besonders stark besuchten Sehenswürdigkeiten wird es auch vor Ort eine Informationsstele geben.

Die Vorderseite enthält eine Orientierungskarte mit Sehenswürdigkeiten der Umgebung, eine kleinere Übersichtskarte und eine Legende mit nützlichen Hinweisen (ÖPNV-Anschlüsse, Taxi, Toiletten, Polizei, usw.). Die Stelen sind barrierefrei, bieten Informationen auf Deutsch und Englisch sowie Audioinformationen und werden im Rahmen des Projektes Free WiFi Berlin mit einem freien WLAN-Angebot ausgestattet.

Der Aufbau der ersten Informationsstelen erfolgt im Herbst 2019 im Rahmen der Pilotphase. Zunächst sollen acht Informationsstelen an sechs übergeordneten Standorten in unterschiedlicher stadträumlicher Lage aufgestellt werden. Zu den Pilotstandorten zählen der Alexanderplatz, der Bereich Zoologischer Garten, Schloss Charlottenburg, die Altstadt Köpenick sowie der Tierpark und Dahlem Dorf. Von 2020 bis 2023 sollen stadtweit weitere 218 Stelen aufgestellt werden.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, glaubt an eine gelungene Integration in das Bild der Stadt: „Durch die Aufnahme der Typologie der Straßennamenbeschilderung für die Pfeilwegweisung ist es gelungen, auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt hinzuweisen, ohne einen Schilderwald zu erzeugen, der die Orientierung erschwert und das Stadtbild überfrachtet.“

Koordiniert und realisiert wird das Projekt von der landeseigenen Grün Berlin Stiftung. Die Bearbeitung der touristischen Informationen erfolgt durch die Grün Berlin Stiftung in Zusammenarbeit mit visitBerlin und den jeweiligen Bezirken.

Der Alexanderplatz gehört zu den Pilotstandorten.
Der Alexanderplatz gehört zu den Pilotstandorten.
Visualisierungen: Arbeitsgemeinschaft ON architektur / Weidner Händle Atelier