29. Januar 2023
Buchempfehlungen aus der Redaktion von MITTE bitte!

Winterlektüre: Von Achtsamkeit bis Schlemmerei

Sicher kommen auch zu diesem Weihnachtsfest literarische Neuerscheinungen unter manch einen Gabentisch. Wir haben uns in der Literaturszene umgeschaut und zu verschiedenen Themen – von Achtsamkeit bis Schlemmerei – ein paar Vorschläge für Sie.

Rückbesinnung

Achtsamkeit verstehen und lebenAchtsamkeit ist in aller Munde, als wäre sie ein Allheilmittel. Doch zu oft stecken hinter dem scheinbar empfindsamen Wort vielmehr Konzepte der Selbstoptimierung und Effizienzsteigerung. So rückt das zielorientierte, absichtsvolle Handeln in den Vordergrund. Dabei liegt der Ursprung der Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Der Zen-Meister Gerald Weischede erinnert in seinem neuen Buch an die buddhistischen Wurzeln der Idee und zeigt, wie die Rückbesinnung auf das traditionelle Verständnis uns im heutigen Alltag helfen kann. „Achtsamkeit verstehen und leben. Über den Ursprung und die Praxis“ gibt einen Überblick über die buddhistischen Grundlagen und Begriffe als auch alltagstaugliche Orientierung für ein gutes, richtiges Leben. Das Buch widmet sich den Bereichen Gesundheit, Körper und Gefühlen sowie dem Geist im modernen und im traditionellen Sinne.

Gerald Weischede: „Achtsamkeit verstehen und leben. Über den Ursprung und die Praxis“, kartoniert, 254 Seiten, mit 11 Abb., Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 25 Euro

 

Historische Biografie

Unter den Linden gilt als die berühmteste Straße Berlins. Der großstädtische Boulevard führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit und weist in die Zukunft. Das Buch „Unter den Linden. Biografie eines Boulevards“ erzählt die Geschichte der »Linden«: von der Entstehung der Promenade, den Verwandlungen zum großstädtischen Boulevard, von den Glanzzeiten während der Aufklärung, des Klassizismus, der Romantik, des Biedermeier, der beginnenden Moderne. Und wir staunen über den verjüngten Teil des Boulevards, genießen die Gastronomie, erblicken das Schloss und die Museumsinsel – das Herz von Berlin. Ein kulturgeschichtlicher, architektonischer, musealer und gastronomischer Wegweiser für die Zukunft – Lebensart und Weltoffenheit.

Erwin Seitz, geboren 1958 in Wolframs-Eschenbach, lernte Metzger und Koch, danach studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Berlin und Oxford. Er lebt als Gourmetkritiker, freier Journalist und Autor gastrosophischer Bücher in Berlin. Sein praktisches Wissen vermittelt er in Kochkursen und als Dozent im Studiengang Food Management an der Dualen Hochschule in Heilbronn.

Erwin Seitz: „Unter den Linden. Biografie eines Boulevards“, Hardcover, 239 Seiten, Insel Verlag, 20 Euro

 

Einladung zum Schlemmen

Taste Twelve heißt 12-mal Ausprobieren oder jeden Monat einmal Schlemmen. In diesem exklusiven Restaurantführer werden 12 Restaurants der Spitzengastronomie vorgestellt, die die Besitzer des Buchs zum Essen einladen. Taste Twelve ist ein Anreiz, seine Stadt kulinarisch zu entdecken, seinen Genusshorizont zu erweitern. Und es ist ein fantastisches Geschenk für Freunde, Verwandte, Kollegen und Geschäftspartner. Mit diesem Gutscheinbuch werden die Besitzer des Buches auf einen von zwei Hauptgängen eingeladen. Dazu muss der Gast lediglich bei der Reservierung angeben, dass er mit dem Buch kommt.

Diesmal in Berlin dabei sind: Aufwind, Brasserie am Gendarmenmarkt, Brikz, Frühstück 3000, Hoffgarten, Jäger& Lustig, Lindwerder, Kochu Karu, Oukan, Pots, Ristorante Cumberland, to the bone.

Taste Twelve GmbH: „TasteTwelve 2023“, 62 Seiten, 39,90 Euro

 

Mark Brandenburg im 15. Jahrhundert

Der sechzehnjährige Carl träumt davon, eine Familie zu gründen und einen eigenen Hof zu bewirtschaften. Doch das Land ist den Fehden des Adels schutzlos ausgeliefert. Carls Pläne werden jäh zunichtegemacht, als der Raubritter Dietrich von Quitzow sein Dorf überfällt, seinen besten Freund tötet und seine große Liebe schändet. Carl, der als Einziger beherzten Widerstand leistet, wird verschleppt. Während er vergeblich darauf wartet, freigekauft zu werden, schwört er bittere Rache. Der Ritter findet Gefallen an Carl und eröffnet ihm ein neues Leben in seinem Dienst. Zum Schein lässt dieser sich darauf ein. Er rechnet nicht damit, wie verführerisch der Ruhm als Waffenknecht und die Gunst des charismatischen Dienstherrn sind …

Trotz allem ist der Schwur nicht vergessen. Als der fähige Friedrich von Hohenzollern der neue Verwalter der Mark Brandenburg wird, bietet sich Carl endlich die Gelegenheit, seinem Wunsch nach Rache nachzugehen.

Silke Elzner: „Die letzte Fehde an der Havel“, 537 Seiten, Gmeiner Verlag, 15 Euro

 

Berlin-Krimi

In der Nähe von Schloss Meseberg wird eine Leiche gefunden. Im Schloss empfängt die Bundesregierung ihre Staatsgäste und im Dorf gibt es Ärger, weil man einen Viehzuchtbetrieb schließen will. Eine Unterkunft für höchsten Besuch und eine Schweinezucht in unmittelbarer Nähe? Das stinkt.

Doch gibt es wirklich einen Zusammenhang mit dem Mordfall? Die bizarre Aufmachung des Toten gibt Kommissar Hartenfels Rätsel auf, denn die Leiche ist mit goldener Farbe bemalt. Schnell stellt Hartenfels fest, dass das bloß ein kleiner Vorgeschmack auf das ist, was unter der Oberfläche brodelt.

Dieter Hombach, geboren 1953 in Köln, lebt seit 40 Jahren in Berlin. Neben wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte er bereits mehrere Kriminalromane.

Dieter Hombach: „Berlin-Meseberg Connection“, 320 Seiten, Gmeiner Verlag, 14 Euro

 

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