4. Dezember 2021
Siegerentwurf im Brückenwettbewerb des Teilnehmers „Essad“.

Brückenwettbewerb Waisenbrücke entschieden

Anfang März hat das Stadtmuseum Berlin zusammen mit dem Computerspiel-Publisher Paradox Interactive den digitalen Brückenwettbewerb „Let’s Build Berlin“ ausgelobt. Damit wollen die Initiatoren auf spielerische Weise kreative Impulse für den Bau einer neuen Brücke zwischen den zertrennten Berliner Innenstadtquartieren Klosterviertel und nördliche Luisenstadt geben. Die Internationale Community des Computerspiels „Cities: Skylines” war aufgefordert, eine neue, zeitgemäße Spreeüberquerung am Standort der ehemaligen Waisenbrücke sowie das Areal rund um das benachbarte Märkische Museum zu gestalten. Zahlreiche kreative und ambitionierte Entwürfe wurden eingesendet, von denen es die besten 13 in die engere Jury-Auswahl schafften. Die Gewinner sind nun am symbolisch gewählten „Brückentag“ zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende von einer hochkarätig besetzten Jury ausgezeichnet worden.

Ein Entwurf im Brückenwettbewerb vom Nutzer Artplusbytes.
Ein Entwurf im Brückenwettbewerb vom Nutzer Artplusbytes.
© Paradox Interactive

Sebastian Ruff, Leiter e-Culture am Stadtmuseum Berlin und Juryvorsitzender: „Brücken gehören zu den anspruchsvollsten Bauwerken, die im Spiel Cities:Skylines gestaltet werden können. Die Herausforderung des Wettbewerbs, eine grüne, moderne Fußgängerbrücke zu bauen, hat Spielebegeisterte auf der ganzen Welt wochenlang beschäftigt. Wir freuen uns über die große Resonanz und sind begeistert von der Kreativität der Einsendungen. Die Siegerentwürfe zeigen, dass moderne Stadtentwicklung ein interessantes Thema für alle ist.“

Den Hauptpreis in der Kategorie „Neue Waisenbrücke“ hat der Teilnehmer „Essad“ gewonnen, der im echten Leben Robert heißt und in Südschweden lebt. Seine Entwürfe einer begrünten Brücke für den Fuß- und Radverkehr haben die Jury vor allem wegen der witterungsgeschützten Überquerung der Spree für Radfahrer sowie wegen der cleveren Einbindung der Radwege in das bestehende Straßennetz überzeugt. Die Brücke ist wie ein Park gestaltet und in zwei verschiedene Ebenen aufgeteilt. Auf der oberen Ebene befindet sich ein Weg für die Fußgänger, auf der unteren sind zwei Ebenen für den Fahrradverkehr vorgesehen – jeweils für eine Richtung. Auch das Areal rund um das Märkische Museum hat Essad neu gestaltet – mit viel Grün und einer autofreien Zone. Für Anwohner und Besucher des Areals am Köllnischen Park ist eine Tiefgarage vorgesehen. Am Märkischen Museum führt eine neue Tram-Linie vom Hackeschen Markt vorbei, welche die im Bezirk Mitte gelegenen Standorte des Stadtmuseums Berlin miteinander verbindet.

Gewinner in der Kategorie „Areal rund um die Waisenbrücke“ vom Nutzer Sully.
Gewinner in der Kategorie „Areal rund um die Waisenbrücke“ vom Nutzer Sully.
© Paradox Interactive

Der Gewinner des Hauptpreises erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, der Gewinner der Kategorie „Areal rund um die Waisenbrücke“ 500 Euro. Hier überzeugte die Jury der Entwurf einer Brücke als Straßenbahntrasse, die bis zum Hauptbahnhof führt. Auf Seiten des Märkischen Museums soll dem Entwurf zufolge ein Marktplatz entstehen.

Auch die Zweit- und Drittplatzierten beider Kategorien erhalten Preisgelder sowie attraktive Sachpreise. Prämiert wurden die einfallsreichsten und überraschendsten Entwürfe im Brückenwettbewerb von einer elfköpfigen Jury mit Vertretern aus Politik, Kultur, der Bürgerschaft, der Stadtplanung und der Gaming-Community.

 

Titelfoto: Siegerentwurf des Teilnehmers „Essad“.
© Paradox Interactive