13. Juli 2024
Kultur im Mitte Museum.

Kultur aktuell in Mitte

Am Donnerstag, den 15. Februar 2024, Uhr lädt der Bärenzwinger Berlin zur Eröffnung der Ausstellung „in mir draußen“ ein. Die erste Ausstellung im Jahresprogramm 2024 „Kanten und Knoten“ widmet sich dem Geschichte(n)erzählen als Kulturpraktik und seiner besonderen Form in der Lyrik. Die Duo-Ausstellung vereint Raum-, Video- und Soundinstallationen der Lyriker Nail Doğan und Rike Scheffler. Verse interagieren mit der Architektur des ehemaligen Tierzwingers. Lyrische Stimmen sprechen von Verbindungen und Grenzen, fragen nach individueller, kollektiver und queerer Identität. Kuratiert von Philipp Hennch und Joana Stamer.

Wann & wo?

16.2. – 28.4.2024

Eröffnung: 15.2.2024, 18 Uhr – 22 Uhr

19 Uhr „Echoes from the Future“ Sound Performance von Rike Scheffler
20 Uhr Lesung von Nail Doğan

Bärenzwinger Berlin, Rungestr. 30, 10179 Berlin, Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 19 Uhr, Eintritt frei.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Performanceprogramm von WILD ACCESS und einer Lesung im Rahmen von Displayed Words.

Nail Doğan ist Autor und wurde 1988 als Sohn eines Gasttaxifahrers und einer Gastputzfrau in Augsburg geboren. Er lebt in Hamburg. 2020 gewann er beim 28. open mike-Wettbewerb für junge Literatur den Preis für Lyrik und den taz-Publikumspreis. 2023 erschien sein Lyrikdebüt „ausgeliehene suchtwörter“ im Elif Verlag.

Rike Scheffler arbeitet transdisziplinär in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik. Sie tritt auf Kunst-, Musik- und Literaturfestivals rund um den Globus auf und präsentierte ihre Werke bisher unter anderem in der Neuen Nationalgalerie, im Hamburger Bahnhof Berlin, im Kopenhagener Louisiana Museum of Modern Art und im Palais de Tokyo Paris.


Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst: Eröffnung der Ausstellung „In Nobody’s Service“

Am 07. März 2024 um 19 Uhr lädt die Galerie Wedding ein zur Eröffnung der Gruppenausstellung „In Nobody’s Service“ von Sarnt Utamachote & Wisanu Phu-artdun, Rosalia Namsai Engchuan, Bussaraporn Thongchai, Krisanta Caguioa-Mönnich, Jasmin Werner, Mon Sisu Satrawaha und Natthapong Samakkaew.

Da ein Großteil der Migrationsgeschichte von thailändischen und philippinischen geschlechtlichen Körpern durch das neokoloniale System weißer Perspektiven und die Industrie der monogamen Ehe und Sex/Pflegearbeit geprägt wurde, bietet dieses Projekt eher polyphone, polyethnische und interdisziplinäre künstlerische Sichtweisen auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und versucht, unsere Geschichte zwischen den Zeilen neu zu schreiben. Kuratiert von Sarnt Utamachote.

Wann & Wo?

8.3. – 18.5.2024
Eröffnung: 7.3.2024, 19 – 22 Uhr

Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst, Müllerstraße 146/147 13353 Berlin, Öffnungszeiten: Di – Sa, 12 – 19 Uhr, Eintritt frei.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit den Kollektiven un.thai.tled und Gabriela Germany, sowie dem Verein Ban Ying Berlin statt.


Buchvorstellung im Mitte Museum: „Berlin – Eine postkoloniale Metropole. Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte“

Am Mittwoch, 6. März 2024, 18:30 Uhr, stellen Oumar Diallo und Dr. Joachim Zeller ihren vom „Verein Farafina e.V.“ herausgegebenen Stadtführer vor. Das Buch gibt Einblicke in die Rolle Berlins als Zentrum des deutschen Kolonialimperialismus um 1900.

Die Autoren konzentrieren sich auf den Bezirk Mitte. „Hierzulande herrscht allzu oft immer noch die Vorstellung, Deutschland sei keine ehemalige Kolonialmacht gewesen“, sagt Joachim Zeller. „Zudem können viele Menschen kaum glauben, dass auch hier in Berlin, wie in anderen deutschen Städten, Spuren des Kolonialismus zu finden sind. Wir möchten der breiteren Öffentlichkeit eine Auswahl von bedeutsamen kolonialhistorischen Erinnerungsorten vorstellen.“

Oumar Diallo, geb. 1953 in Kankan/Guinea, Diplomsoziologe, ist Geschäftsführer des Afrika-Hauses in Berlin.

Dr. Joachim Zeller, geb. 1958 in Swakopmund/Namibia, Historiker in Berlin

 Wann?

Mittwoch, 6.3.2024, 18:30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.


Mitte Museum: Eröffnung der Ausstellung „Berliner Tatorte – Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“

 Am Donnerstag, 7. März 2024, 18:30 Uhr, eröffnet das Mitte Museum die Ausstellung „Berliner Tatorte – Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ von „ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“.

Zu sehen sind Dokumentarfotos von Jörg Möller. Auf den Aufnahmen sind gewöhnliche Straßen und Plätze zu sehen, die nichts von der dort erfahrenen Angst und den erlittenen Schmerzen der Opfer erkennen lassen. Gezeigt wird eine Auswahl der Tatorte in Mitte, Tiergarten und Wedding.

„Die Ausstellung ist ein Appell an uns alle, nicht wegzuschauen, sich einzumischen und Hilfe zu holen, wenn andere bedroht und angegriffen werden“, erläutert Sabine Seyb, Mitarbeiterin von ReachOut. „Die Ausstellung ist ein Beitrag dazu, die Erinnerung an die Angriffe öffentlich und die Perspektive der Betroffenen sichtbar werden zu lassen.“

Wann & wo?

8.3. – 19.5.2024
Eröffnung: Donnerstag, 7.3.2024, 18:30 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin, Öffnungszeiten: So-Fr,10-18 Uhr, Eintritt frei.